Einblicke

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Großes Interesse an Quellen zum Ersten Weltkrieg und seinen Auswirkungen auf das Leben der Menschen im Kreis Borken

Pressedienst des Kreises Borken vom 13. 02. 2018

21 Schülerinnen und Schüler der Montessori-Gesamtschule aus Borken-Gemen haben sich jetzt über die Aufgaben des Kreisarchivs und die Geschichte des Westmünsterlandes informiert. Kreisarchivarin Renate Volks-Kuhlmann führte die jungen Gäste sowie ihre Lehrerin Bernadette Schröder, Lehrer Klaus Haddick und Inklusionskraft Christel Deppe durch das Archiv. „Besonderes Interesse haben dabei die Quellen zum Ersten Weltkrieg und seine Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Borken und Umgebung gefunden", berichtete Renate Volks-Kuhlmann. Die Jugendlichen seien sehr interessiert an der Geschichte ihrer Heimat gewesen.

Die Schülerinnen und Schüler haben bereits vor ihrem Kreishausbesuch im Geschichtsunterricht gemeinsam mit Lehrer Klaus Haddick verschiedene Themen zum Ersten Weltkrieg behandelt und dazu Fragen formuliert. In vier Gruppen versuchten sie, diese mit Originalquellen aus dem Ersten Weltkrieg zu beantworteten: Es ging um den Ausbruch des Krieges im August 1914, den Alltag an der „Heimatfront", um Kindheit, Jugend und Schule sowie die Verarbeitung von und den Umgang mit den Kriegserlebnissen. „Obwohl die Schriften zum Teil schwer zu entziffern waren, haben die Mädchen und Jungen auf viele ihrer Fragen eine Antwort gefunden. Sie waren erstaunt über die Vielfalt der regionalen Quellen: ein ganzer Karton voll mit verschiedenen Schriftstücken", freute sich die Kreisarchivarin über die Begeisterung der Jugendlichen.

Das Kreisarchiv Borken versteht sich als zentrale Anlaufstelle für alle, die Interesse an der Geschichte des Kreises Borken und seiner Städte und Gemeinden haben. Als Gedächtnis des Kreises sind dort kreisgeschichtlich wichtige Originalunterlagen zu finden. Aufgrund eines Umzugs ist das Kreisarchiv in Borken bis Frühjahr 2018 geschlossen. Danach ist es im kult Westmünsterland in Vreden zu erreichen. Ab dann können Interessierte die Dokumente während der Öffnungszeiten dieser Einrichtung auch wieder einsehen.

Weitere Informationen zum Kreisarchiv gibt es unter www.kreis-borken.de/de/kreisverwaltung/aufgaben/kultur/kreisarchiv/. Näheres zum Archivmodul für Schulen gibt es unter www.kreis-borken.de/de/kreisverwaltung/aufgaben/kultur/kreisarchiv/archiv-schule/.

 Nach einer Führung durch das Kreisarchiv bearbeiteten die 21 Schülerinnen und Schüler der Montessori-Gesamtschule aus Borken-Gemen Originalquellen des Ersten Weltkriegs aus dem Kreis Borken - Kreisarchivarin Renate Volks-Kuhlmann (zweite Reihe li.), Lehrer Klaus Haddick (hinten links), Lehrerin Bernadette Schröder (zweite Reihe re.) und Integrationskraft Christel Deppe (hinten re.)

 

 

Wenn eine erwachsene Frau in der Klasse auf die Tische springt, auf die Scheiben schreibt und aus dem Fenster schreit: „Hoch die Hände Wochenende“, dann staunen die SchülerInnen nicht schlecht. So geschehen am Donnerstag in der Montessori Gesamtschule als Bianca Lammert vom Kinder und Jugendtheater Dortmund durch ihre ausdruckstarke Schauspielkunst alle in ihren Bann zog. Aufgeführt wurde das Klassenzimmerstück „fit vor future“ von Knut Winkmann nacheinander in den Klassen 9 und 10.

Frau Millberg (Bianca Lammert) ist viel unterwegs. Sie berät Schüler im Auftrag des ZIZ - Zukunftsinformations Zentrum - in Fragen der Berufs- und Lebensplanung. Eigentlich soll es um Motivation, Selbstoptimierung und eine fundierte Gestaltung der jeweiligen persönlichen Zukunft gehen, doch der Besuch in der Klasse verläuft nicht ganz nach Plan. Der Kollege mit den Eignungsfragen und Persönlichkeits- Tests kommt leider nicht. Frau Millbergs Fassade bröckelt langsam. Sie entscheidet spontan ihr eigenes Programm abzuhalten. Sie erzählt die Geschichte der Geschwister Lena und Johanna, die unterschiedlicher nicht sein können. Lena, immer schon bei allem die Beste, hechelt durch ihr Leben und schafft immer noch mehr und wird allen gerecht, während ihr Schwester Jojo neugierig und offen das Leben chillt: „Ich bin nicht faul, ich schone nur meine Kräfte“.

Doch ist das Stück keinesfalls ein Plädoyer für die Faulheit. Es ermuntert die Schülerinnen vielmehr, das zu tun, was sie selbst für richtig halten und nicht das, was ihnen von außen (Eltern, Schule, Zukunftsinformations-Zentrum) aufgezwungen wird.

Am Ende rät Frau Millberg „neugierig bleiben“ und „Egal, was du träumst, leg los. Verliebte schaffen schließlich auch das Unmögliche“ und erhielt viel Applaus für die gelungene Inszenierung.

Im Anschluss wurde das Gesehene gemeinsam mit Theaterpädagogin Lisa Maria Heigl und Bianca Lammert aufgearbeitet. „Das Stück hat mich sehr berührt“, so brachte Emily Reichelt ihre Begeisterung zum Ausdruck. „Wir versuchen unsere SchülerInnen zu ermuntern, offen für Neues zu sein und Vieles auszuprobieren um eine Idee für ihren Weg zu gewinnen. Das hat das Stück auf eine tolle Art aufgegriffen, die nicht nur bei den Jugendlichen gut ankam“, resümierte Klaus Haddick, Klassenlehrer der Klasse 9, der die Aufführung initiierte.

Wie alljährlich kurz nach Schuljahresbeginn waren fast alle Klassen der Montessori-Gesamtschule wieder auf „großer Fahrt“. Nur die neue Klasse 5 blieb zu Hause und nutzte eine Woche lang alle Räume der Schule für Sport, Spiel und Spannung einschließlich einer Übernachtung.

Klasse 6 zog es per Fahrrad nach Voorst, kurz hinter Dinxperlo, wo unsere Klassen schon seit Jahren bekannt sind und sich immer wieder auf dem tollen Gelände und den nahegelegenen Outdoor-Angeboten in Gendringen austoben.

Klasse 7 verbrachte traditionsgemäß eine Woche auf dem Campingplatz in Edam samt eigener Fahrräder. Auch dort ist die Fahrtenwoche seit Jahren bereits immer für uns reserviert. Jeweils zu viert in einer Campinghütte mit Selbstverpflegung ist für viele der Schüler*innen eine tolle Erfahrung. Auch ein Besuch Amsterdams, ein Bad im Ijsselmeer und das legendäre Kochduell auf jeweils zwei Herdplatten waren immer wiederkehrende Highlights.

Klasse 8 startete in Borkens Partnerstadt Whitstable an der Themsemündung. Einen kleinen Bericht der Schüler*innen finden Sie hier. (Link zum Schülerbeitrag?)

Klasse 9 verbrachte eine Woche auf Ameland, wobei auch das Wetter „mitspielte“ und so ein paar tolle Tage bei Ebbe und Flut möglich wurden.

Klasse 10 fuhr mit dem Zug in die Nähe von Immenstadt im Allgäu (Altmummen) und verbrachte die Woche bei auf einer Berghütte. Trotz „durchwachsenen“ Wetters waren Wanderungen (auch bis zu einem der Berggipfel) inklusive. (Link zum Schülerbeitrag?)

Einen kleinen Einblick gibt die Bildergalerie.

Die Klassen 8 und 10 berichten nachfolgend noch etwas ausführlicher...

Klasse 8: Whitestable

Wir, die Klasse 8 der Montessori-Gesamtschule Borken sind am Sonntagmorgen, den 17.09 2017 um 8.00 Uhr, in Gemen Richtung England losgefahren. Es war eine lange Fahrt, über zehn Stunden waren wir unterwegs und hatten viel Spaß, trotz eines strengen Busfahrers.

Ein bisschen Angst hatten wir, als wir in Calais ankamen und durch die lange Stacheldrahtzufahrt in den Hafen fuhren. Auch die vielen bewaffneten Soldaten schüchterten uns mächtig ein. Der Busfahrer sagte uns, dass Gefahrenstufe 1 im Hafenbereich sei und wir uns gut verhalten sollten. Die Fährfahrt selbst war klasse. Man bemerkte kaum den Seegang und auf der großen Fähre war viel zu entdecken.

Als wir endlich in Whitestable ankamen, erwarteten uns schon die Gastfamilien und begrüßten uns freundlich. Wir waren etwas angespannt, ob unser Englisch für eine gute Verständigung ausreichen würde. Bei uns in der Gastfamilie hat es gut geklappt.

Am nächsten Tag hatten wir eine interessante Hafen- und Stadtführung mit Herrn Roger Annable durch Whitstable. Er zeigte uns u.a. Schmugglergänge, die so schmal am Ende wurden, dass die dicken Soldaten nicht durch kamen.

Wir haben sogar Muscheln, die hier gesucht werden probiert. Naja, schon interessant, mit Essig.

Am Dienstag war unser Tag in London. Wir hatten in der Schule etwas über den „Royal Walk“ vorbereitet und sind davon auch ein Stück gegangen. Aber London ist so klasse – wir haben eine Filmproduktion gesehen, mit Schauspielern in alten Kostümen. Super. Allen hat London super gut gefallen.

Am Mittwoch standen der Besuch des Dover Castle an und ein Gang zu den weißen Klippen. Sehr beeindruckt waren wir von der massiven Festung mit ihren vielen Türmen und unendlich hohen Mauern.

Der Donnerstag war unser letzter Tag in England. Wir sind nach Canterbury gefahren und haben uns das mittelalterliche Städtchen angeschaut. Unsere Stadtführerin erklärte uns u.a., dass das College in Canterbury ganz viel Ähnlichkeit mit den Darstellungen in dem Film von Harry Potter hat. Später durften wir shoppen und unser letztes Geld ausgeben.

Am Freitag erreichten wir, müde und froh wieder zu Hause zu sein, Borken.

Es war eine sehr schöne Klassenfahrt.

Klassenfahrt 2017 Klasse 8 Dover

Klasse 10 in Altmummen

Am Sonntagmorgen machten wir uns auf den Weg in das kleine Dorf Altmummen bei Immenstadt im Allgäu. Start war am Bahnhof Wesel. Auf uns wartete eine 11stündige Zugfahrt mit allerdings nur sechs Umstiegen und insgesamt fast zwei Stunden Aufenthalten an verschiedenen Bahnhöfen.

Tag 2 führte uns zunächst in die Breitachklamm und dann auf den ersten Berg, wobei der Abstieg allerdings ausfiel. Stattdessen sausten wir auf der längsten Rodelbahn Deutschlands ins Tal.

Tag 3 war mit einem riesigen Volksfest, dem „Viehscheid“, gefüllt. Almabtrieb bedeutete, dass riesige Viehherden mit bunten Kränzen geschmückt durch das kleine Dorf getrieben wurden. Abends wurde noch ausgiebig gepokert und auch eine Geburtstagsfeier stand noch an.

Tag 4 hatte die erste längere Wanderung auf dem Plan. Es ging zwar mit einem kleinen Sessellift auf den Mittagberg aber dann den ganzen Weg wieder zu Fuß hinunter.

Tag 5 wartete mit der anstrengendsten Wanderung auf uns. Mit Hilfe des hauseigenen Wanderbegleiters ging es zuerst wieder mit dem Sessellift zum Iserberg, dann 500 Höhenmeter hinauf zum Gipfel, Foto machen und wieder die ganze Strecke hinunter. Für Bergamateure war das eine Herausforderung.

Tag 6 bestand nur aus Kofferpacken, Aufräumen und Zugfahrt.

Bewertung Klassenfahrt: Cool, lustig, nass, schön!

Klassenfahrt 2017 Klasse 10

Durch eine Kooperation mit der Musikschule Borken startet die Montessori-Gesamtschule Borken mit der lange gewünschten „Trommelklasse“. Dafür wurden 27 Trommeln, sogenannte Congas, in verschiedenen Größen angeschafft. Die Sparkasse Westmünsterland ermöglicht mit einer Spende von 5.000 Euro diese Investition in den musikalischen Unterricht.

Dr. Raoul G. Wild (Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Westmünsterland), Franz Ridder (Klassenlehrer der Klasse 5 Montessori-Gesamtschule Borken), Alexander Hein (Geschäftsstellenleiter Gemen – Sparkasse Westmünsterland), Gregor Knors (Leiter Montessori-Gesamtschule Borken), Janet Dzengel (Vorstandsmitglied Montessori-Fördergemeinschaft Borken e.V.), Ulf Hoppenau (Leiter Musikschule Borken), Birgit Lensing (Vorstandsmitglied Montessori Borken e.V.), Hans-Werner Bick (Organisationsleiter Montessori-Gesamtschule Borken) (obere Reihe von links) und einige Schüler der Klasse 5 (untere Reihe) trafen zur Spendenübergabe in Höhe von 5.000 Euro zusammen.

Jede Woche begleiten zwei Lehrer der Borkener Musikschule die Kinder der fünften Klasse beim gemeinsamen Trommeln. „Wir freuen uns sehr, dass ein langgehegter Wunsch endlich realisiert werden kann“, so Schulleiter Gregor Knors. Durch das musikalische Projekt erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Hören eben auch Hin- und Zuhören heißt. „Vom gemeinsamen Trommeln erwarten wir sehr positive Wirkungen auf die Schülerinnen und Schüler und auf die Klassengemeinschaft“, so Knors weiter. 

Die beiden Musikschullehrer Rainer Kuschel und Wilm Flinks haben langjährige Erfahrung im Percussionspiel und werden die Schülerinnen und Schüler in das Trommeln einführen. Dr. Raoul G. Wild, Vorstandsmitglied der Sparkasse Westmünsterland und Alexander Hein, Sparkassen-Geschäftsstellenleiter in Gemen, ließen sich eine der ersten Proben nicht entgehen. „Das ist ein tolles Projekt, denn das Instrument wird mit den Händen gespielt und bietet somit eine niedrige Hemmschwelle und schnelle Erfolgserlebnisse“, sagt Dr. Raoul G. Wild. Das sehen auch die Projektverantwortlichen so, schließlich fördere Musik auch die Lern- und Leistungsfähigkeit. Außerdem ermöglicht die Trommel, anders als viele andere Musikinstrumente, ziemlich schnell ein Zusammenspiel in der Gruppe.

„Die Sparkasse Westmünsterland unterstützt dieses Projekt der Montessori-Schule gerne, denn es macht den Kindern Spaß und ist vor allem nachhaltig“, sagt Alexander Hein. Das Erlernen eines Instrumentes, auch der Trommel, verlangt von allen Ausdauer, Disziplin und das Aushalten gelegentlicher Misserfolge. Das Trommeln trainiert Motorik und Bewegungskoordination. Es fördert die Konzentrations- und Merkfähigkeit ebenso wie Kreativität (z.B. beim freien Spiel).

Und schließlich ist das Zusammenspiel in der Gruppe auch soziales Lernen. Ein gelungenes Zusammenspiel verlangt ein intensives Hören aufeinander, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, Mitverantwortung für das Gelingen zu übernehmen.

Unterrichtsinhalte sind:

  • das Erlernen verschiedener Spieltechniken auf Congas ,
  • Rhythmusarbeit mit Schritten, Klatschen und Stimme,
  • die Erarbeitung von traditionellen mehrstimmigen Trommelstücken ,
  • das Üben des Zusammenspiels in der Gruppe (Ensemblespiel)
  • spielerische Anregungen zum freien Spiel (Improvisation).

Nach einiger Zeit ist auch die Vorbereitung und Durchführung erster Auftritte, beispielsweise bei Feiern und Festen in der Schule und später vielleicht auch einmal außerhalb der Schule denkbar.

Link zur Bildergalerie.

Die Klasse 10 der Montessori Gesamtschule hat am 21.09.2017 im Rahmen des Epochenunterrichts eine Juniorwahl durchgeführt. Die Ergebnisse unterscheiden sich deutlich von der Bundestagswahl und den Ergebnissen anderer Schulen.