Einblicke

Hier können Sie einen Einblick in unsere Aktivitäten erhalten, können Berichte von Veranstaltungen rund um die Montessori-Gesamtschule lesen und Fotos betrachten.
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 Beim diesjährigen „NRW-Segel Cup der Schulen“ im Duisburger Yachtclub an der 6-Seen-Platte nahm die Montessori-Gesamtschule mit zwei Teams teil, die Jodocus-Nünning Gesamtschule ging mit einer Mannschaft an den Start. Sieben weitere Schulen aus ganz NRW schickten ihre Segel-Teams in die Regatta. Gesegelt wurde in Viererteams (drei Schüler, ein Erwachsener)auf sogenannten J70´ern. Die Heinz Nixdorf Stiftung stellte dafür vier dieser 70.000 € teuren Bundesligaboote zur Verfügung, die übrigens auch in der Sailing Champions League eingesetzt werden. Die Crews hatten ungemein Spaß dabei, diese wendigen und schnellen Boote um die Tonnen zu manövrieren und lieferten sich in vier Up- and Down-Rennen mehrere sehr spannende Zieleinläufe. Die Lehrer, Jens Vahlenkamp (Nünning-Gesamtschule), Klaus Haddick und Christian Bongert (beide Montessori-Gesamtschule) saßen zwar mit in den Booten, dienten allerdings nur als „Ballast“, da die Schülerinnen und Schüler die Segelmanöver selbstständig ausführen sollten. Am Ende konnten die Teams der Montessori-Gesamtschule die Plätze 5 und 7 ersegeln, knapp vor der Jodocus-Nünning-Gesamtschule, die Rang 8 belegte. Ein gemeinsames Bad aller Beteiligten im See war bei dem gegebenen Supersommerwetter ein toller Abschluss für die erfolgreichen Seglerinnen und Segler aus Borken.

Wieder überlebt

Montessori-Gesamtschule beim Survivallauf 

„Wir sind Montis, wir haben keine Angst!“  Mit diesem Schlachtruf und mit 40 Läuferinnen und Läufern beteiligte sich die Montessori-Gesamtschule am diesjährigen Survivallauf in Harreveld / Niederlande. Insgesamt 1130 Teilnehmer war das Starterfeld groß, denn Survival ist in den Niederlanden ein Volkssport, in dem jährlich auch ein niederländische Meister ermittelt wird, der dann an der WM teilnehmen darf.

Die Survival-Profis mussten in diesem Jahr 21 km bewältigen. Die Amateure der Montessori-Gesamtschule  (Schüler und Eltern) mussten nur 5 km laufen, doch galt es dabei insgesamt 25 Hindernisse zu überwinden. Wobei sich die Hindernisse nicht nur auf der Laufstrecke sondern auch mal im Wasser oder Schlamm befanden. Bei tollem „Survivalwetter“ (in den letzten Jahren machte das Wetter aus der Strecke eine regelrechte Schlammwüste) wurden alle 5 Minuten jeweils bis zu 30 Teilnehmer auf die Strecke geschickt. Und dann warteten Reifen, Balken, Netze, Stricke sowohl horizontal als auch vertikal im Wasser und auf dem Trockenen auf die „Überlebenskünstler“. Also waren nicht nur Laufen und Springen, sondern auch Klettern, Kriechen, Hangeln angesagt. Mit vielen gegenseitigen Hilfestellungen gelang es schließlich, alle Montis zu „Finishern“ zu machen.

20 Begleiter aus Borken sorgten nicht nur dafür, dass alle die gesamte Strecke schafften, sondern dass sie unterwegs auch mit ausreichend Flüssigkeit, fester Nahrung und trockener Kleidung versorgt waren und unbeschadet den Heimweg antreten konnten. Fazit der Teilnehmer: „Cool, alle haben es geschafft. Da sind wir im kommenden Jahr natürlich wieder dabei.“

Die Schülervertretung (SV) der Montessori-Gesamtschule beobachtet mit zunehmender Sorge die Lage im syrischen Afrin. Dies vor allem deshalb, weil sechs ihrer Mitschüler aus Afrin stammen und dort ihre Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins und weitere Verwandte leben.

Schüler helfen AfrinDieses Bild erreichte die Montessori-Schüler aus Afrin

Seit den türkischen Angriffen auf Afrin habe sich die dortige Lage im Hinblick auf die tägliche Versorgung dramatisch verschlechtert. Fast täglich sendeten die Verwandten erschütternde Videos aus dem Keller eines großen Hauses, in dem sich mittlerweile sechs Familien vor den Bomben zu schützen versuchen. Während der Feuerpausen hätten sie auch in den Straßen des Wohnviertels gefilmt.


Die Schülervertretung (SV) der Montessori-Gesamtschule hat sich entschlossen, einen Teil ihrer „Spendenkasse“ (1270 Euro) nach Afrin zu schicken und gleichzeitig die Mitarbeiter und Familien der Schule um weitere Unterstützung zu bitten. Die Schülervertreter sammeln Geld, das den Angehörigen ihrer Mitschüler aus den Klassen 6, 7 und 9 zugutekommen soll.


Eine ähnliche Aktion hatte die SV schon einmal nach dem verheerenden Tsunami 2004 gestartet.
Der Nachschub an Lebensmitteln und Medikamenten sei äußerst schwierig, was dazu führe, dass das Wenige, das in die Stadt kommt, immer teurer werde, berichten die Schüler über die Situation in Afrin. Die Spenden werden von Familienangehörigen in Deutschland über Vermittler direkt zu den Verwandten nach Afrin transferiert. Dieses System funktioniere zuverlässig, schnell und unbürokratisch und sei mehrfach erprobt, so die SV. Allerdings fielen dabei Kosten in Höhe von 20 Prozent des Spendenbetrages an. Das scheine sehr hoch, allerdings sei es die einzige Möglichkeit, Geld nach Afrin zu senden – „und die Verwaltungskosten von Hilfsorganisationen sind ähnlich hoch“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Alle eingehenden Spenden würden wir an den Großvater unserer Mitschüler senden. Dieser hat sehr viele Kontakte in der Stadt und ist ein sehr ehrenhafter Mann. In der Vergangenheit hat er Spenden für seine Familie an hilfsbedürftige Kinder weitergeleitet, da die eigene Familie noch keine Not hatte. Wir vertrauen ihm bei der Verteilung unserer Spenden“, heißt es seitens der Schülervertretung.


Wer diese Aktion unterstützen möchte kann spenden auf das Konto der SV:

Schülervertretung Montessori, IBAN: DE10 4015 4530 0037 5753 47 Stichwort: „Hilfe für Afrin“.


Großes Interesse an Quellen zum Ersten Weltkrieg und seinen Auswirkungen auf das Leben der Menschen im Kreis Borken

Pressedienst des Kreises Borken vom 13. 02. 2018

21 Schülerinnen und Schüler der Montessori-Gesamtschule aus Borken-Gemen haben sich jetzt über die Aufgaben des Kreisarchivs und die Geschichte des Westmünsterlandes informiert. Kreisarchivarin Renate Volks-Kuhlmann führte die jungen Gäste sowie ihre Lehrerin Bernadette Schröder, Lehrer Klaus Haddick und Inklusionskraft Christel Deppe durch das Archiv. „Besonderes Interesse haben dabei die Quellen zum Ersten Weltkrieg und seine Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Borken und Umgebung gefunden", berichtete Renate Volks-Kuhlmann. Die Jugendlichen seien sehr interessiert an der Geschichte ihrer Heimat gewesen.

Die Schülerinnen und Schüler haben bereits vor ihrem Kreishausbesuch im Geschichtsunterricht gemeinsam mit Lehrer Klaus Haddick verschiedene Themen zum Ersten Weltkrieg behandelt und dazu Fragen formuliert. In vier Gruppen versuchten sie, diese mit Originalquellen aus dem Ersten Weltkrieg zu beantworteten: Es ging um den Ausbruch des Krieges im August 1914, den Alltag an der „Heimatfront", um Kindheit, Jugend und Schule sowie die Verarbeitung von und den Umgang mit den Kriegserlebnissen. „Obwohl die Schriften zum Teil schwer zu entziffern waren, haben die Mädchen und Jungen auf viele ihrer Fragen eine Antwort gefunden. Sie waren erstaunt über die Vielfalt der regionalen Quellen: ein ganzer Karton voll mit verschiedenen Schriftstücken", freute sich die Kreisarchivarin über die Begeisterung der Jugendlichen.

Das Kreisarchiv Borken versteht sich als zentrale Anlaufstelle für alle, die Interesse an der Geschichte des Kreises Borken und seiner Städte und Gemeinden haben. Als Gedächtnis des Kreises sind dort kreisgeschichtlich wichtige Originalunterlagen zu finden. Aufgrund eines Umzugs ist das Kreisarchiv in Borken bis Frühjahr 2018 geschlossen. Danach ist es im kult Westmünsterland in Vreden zu erreichen. Ab dann können Interessierte die Dokumente während der Öffnungszeiten dieser Einrichtung auch wieder einsehen.

Weitere Informationen zum Kreisarchiv gibt es unter www.kreis-borken.de/de/kreisverwaltung/aufgaben/kultur/kreisarchiv/. Näheres zum Archivmodul für Schulen gibt es unter www.kreis-borken.de/de/kreisverwaltung/aufgaben/kultur/kreisarchiv/archiv-schule/.

 Nach einer Führung durch das Kreisarchiv bearbeiteten die 21 Schülerinnen und Schüler der Montessori-Gesamtschule aus Borken-Gemen Originalquellen des Ersten Weltkriegs aus dem Kreis Borken - Kreisarchivarin Renate Volks-Kuhlmann (zweite Reihe li.), Lehrer Klaus Haddick (hinten links), Lehrerin Bernadette Schröder (zweite Reihe re.) und Integrationskraft Christel Deppe (hinten re.)

 

 

Wenn eine erwachsene Frau in der Klasse auf die Tische springt, auf die Scheiben schreibt und aus dem Fenster schreit: „Hoch die Hände Wochenende“, dann staunen die SchülerInnen nicht schlecht. So geschehen am Donnerstag in der Montessori Gesamtschule als Bianca Lammert vom Kinder und Jugendtheater Dortmund durch ihre ausdruckstarke Schauspielkunst alle in ihren Bann zog. Aufgeführt wurde das Klassenzimmerstück „fit vor future“ von Knut Winkmann nacheinander in den Klassen 9 und 10.

Frau Millberg (Bianca Lammert) ist viel unterwegs. Sie berät Schüler im Auftrag des ZIZ - Zukunftsinformations Zentrum - in Fragen der Berufs- und Lebensplanung. Eigentlich soll es um Motivation, Selbstoptimierung und eine fundierte Gestaltung der jeweiligen persönlichen Zukunft gehen, doch der Besuch in der Klasse verläuft nicht ganz nach Plan. Der Kollege mit den Eignungsfragen und Persönlichkeits- Tests kommt leider nicht. Frau Millbergs Fassade bröckelt langsam. Sie entscheidet spontan ihr eigenes Programm abzuhalten. Sie erzählt die Geschichte der Geschwister Lena und Johanna, die unterschiedlicher nicht sein können. Lena, immer schon bei allem die Beste, hechelt durch ihr Leben und schafft immer noch mehr und wird allen gerecht, während ihr Schwester Jojo neugierig und offen das Leben chillt: „Ich bin nicht faul, ich schone nur meine Kräfte“.

Doch ist das Stück keinesfalls ein Plädoyer für die Faulheit. Es ermuntert die Schülerinnen vielmehr, das zu tun, was sie selbst für richtig halten und nicht das, was ihnen von außen (Eltern, Schule, Zukunftsinformations-Zentrum) aufgezwungen wird.

Am Ende rät Frau Millberg „neugierig bleiben“ und „Egal, was du träumst, leg los. Verliebte schaffen schließlich auch das Unmögliche“ und erhielt viel Applaus für die gelungene Inszenierung.

Im Anschluss wurde das Gesehene gemeinsam mit Theaterpädagogin Lisa Maria Heigl und Bianca Lammert aufgearbeitet. „Das Stück hat mich sehr berührt“, so brachte Emily Reichelt ihre Begeisterung zum Ausdruck. „Wir versuchen unsere SchülerInnen zu ermuntern, offen für Neues zu sein und Vieles auszuprobieren um eine Idee für ihren Weg zu gewinnen. Das hat das Stück auf eine tolle Art aufgegriffen, die nicht nur bei den Jugendlichen gut ankam“, resümierte Klaus Haddick, Klassenlehrer der Klasse 9, der die Aufführung initiierte.