In der letzten Oktoberwoche machten wir, die „Spanischlerner_innen“ der Klasse 10 der Montessori Gesamtschule Borken, uns auf den Weg in das wunderschöne Spanien, genauer gesagt nach Sevilla, ganz genau nach Mairena del Aljarafe. Mit unserer Partnerschule IES Hipatia waren unter dem Projektthema „Let me do it and I can do it – active vocational project“ vor allem Einblicke in die spanische Arbeitswelt verabredet. Die Anreise am Montag dem 24. Oktober 2016 über Amsterdam verlief reibungslos. Wir waren alle sehr aufgeregt und voller Vorfreude. Und als unsere Austauschschüler und ihre Familien uns dann am Flughafen in Sevilla in Empfang nahmen, überkam uns doch eine große Welle der Erleichterung endlich angekommen zu sein. Die Aufregung kam jedoch prompt zurück, als jede/r dann alleine mit seiner/ihrer Gastfamilie nach Hause fuhr.

Am Dienstagmorgen, trafen wir uns in der Schule IES Hipatia, die eine komplett andere Atmosphäre ausstrahlte, als unsere. Natürlich wollten zuerst aber alle den anderen mitteilen, wie der erste Abend in der Familie verlaufen war. Zum Frühstück aßen wir ein typisch Spanisches Gericht, die sogenannten „Churros“, ein frittiertes Gebäck, das man in heiße, dickflüssige Schokolade taucht.  Danach besuchten wir das Bürgermeisterhaus und den ersten Betrieb, einen Reitstall. Überall wurde natürlich Spanisch geredet und so mussten wir unsere ganzen sprachlichen Kenntnisse einsetzen. Zu Beginn fiel es uns etwas schwer, doch mit der Zeit verloren wir die Scheu uns zu versprechen und redeten einfach drauf los, sowohl in Spanisch, als auch in Englisch.

Egal wie müde wir nach dem Tagesprogramm waren, so trafen wir uns danach dennoch mit allen beteiligten spanischen Schülern um gemeinsam noch mehr Zeit zu verbringen. Wir machten unendlich viele Fotos oder spielten Spiele, wie zum Beispiel „Ninja“, „Huh Hah“ oder „ladrón“.

Entweder mit dem Bus, per Jeep oder zu Fuß erkundigten wir jeden Tag einen Teil der spanischen Arbeitswelt und besuchten weitere Betriebe, wie zum Beispiel „Parque Nacional de Doñana“. Besonders beeindruckend fanden wir alle jedoch die spanische SüßigkeitenfabrikLa Estepeña“, wo die typische „polvorones“ und „mantecados“ zu Weihnachten in Massen produziert wurden. Außerdem besichtigten wie eine Olivenölfabrik namens „Santa Teresa. 1881“, die zu einer Genossenschaft gehörte. Zusätzlich besuchten wir aber auch die alte schöne Stadt Sevilla, sowohl mit als auch ohne Lehrer.

An den Familientagen erlebte jeder seine eigenen kleinen Abenteuer zusammen mit der Gastfamilie, wobei wir uns auch an diesen Tagen des Öfteren sahen, vor allem abends.

Da der zweite Montag und Dienstag Feiertage waren, hatten wir an diesen Tagen keine Betriebsbesichtigungen. Am Montag trafen wir uns mit allen Schülern und Schülerinnen und feierten zusammen Halloween.

Den strahlenden Sonnenschein, die heißen Temperaturen und unsere spanischen Austauschschüler werden wir alle sehr vermissen, und darum freuen wir uns besonders, wenn sie uns im März bei ihrem Gegenbesuch ein kleinen, aber besonderen (und vielleicht sonnigen) Teil Spaniens mit nach Deutschland bringen.

Am Montag, 14.11.16, ab 17.00 Uhr werden wir  unsere Betriebsbesichtigungen und auch Themen wie das Leben und die Kultur in Spanien bei der „Praktikumsmesse“ in der Aula der Montessori Gesamtschule Borken vorstellen. Unsere Mitschüler_innen aus den Klassen 9 und 10 werden dann auch ihre Praktika in den verschiedensten Betrieben vorstellen.

Lyyli Zachej und Chiara Schnitzer (Schülerinnen der Klasse 10)

Die Schüler_innen und Lehrer_innen vom Hauptgebäude der Universidad de Sevilla

Die Schüler_innen und Lehrer_innen vom Hauptgebäude der Universidad de Sevilla

Jeepfahrt in Parque Nacional Doñana
Jeepfahrt in Parque Nacional Doñana

Polvorones y mantecados Fabrik -La Estepeña- in Estepa
Polvorones y mantecados Fabrik -La Estepeña- in Estepa

Die Schüler verabschieden sich am letzen Tag vor der Schule IES Hipatia in Mairena del Aljarafe
Die Schüler verabschieden sich am letzen Tag vor der Schule IES Hipatia in Mairena del Aljarafe