Einblicke

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Ein Blick auf die Theater-AG im Schuljahr 2015/2016 von Bianca Tarulli

In diesem Schuljahr setzt sich die Theater-AG der Montessori-Gesamtschule aus Mädchen und Jungen der Klassen 5, 6, 7 und 9 zusammen. Von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf Geistige Entwicklung über den Förderbedarf Lernen, dem Förderbedarf Sehen bis hin zu hochbegabten Schülerinnen und Schülern proben alle gemeinsam. Ein Beispiel für gelebte Inklusion!

Diese Gruppenzusammensetzung forderte mich als Theaterpädagogin der Schule in besonderem Maße. Der Heterogenität wurde kein Märchen, kein Jugendbuch gerecht. Mehrere Teilnehmerinnen können noch nicht oder noch nicht ausreichend lesen. Somit entfiel auch die Möglichkeit, selbst ein Stück zu schreiben. Textlesen und Auswendiglernen fielen daher aus. Somit entschied ich mich, ein Theaterstück mit den Schülerinnen und Schülern im Stil des Improvisationstheaters zu entwickeln. 

Nun steht sozusagen das Grundgerüst der Handlung. Diese verändert sich in jeder Probe ein bisschen und alle entdecken sich, ihre Phantasie und ihr schauspielerisches Talent immer wieder neu. Längst haben alle ihre Rolle gefunden und sich in ihr eingelebt.

Ein gemeinsames Probenwochenende  im Frühjahr hat die Gruppe zudem noch weiter zusammengeschweißt und es ist einfach wunderbar zu sehen, wie selbstverständlich alle miteinander umgehen und sich helfen, ihre Rolle zu spielen.

Nun steht am Dienstag, den 28. Juni 2016 um 18.00 Uhr die Aufführung des Stückes ‚Verflixt und zugeoinkt! Eine Geschichte aus längst vergangenen Zeiten‘ an, zu dem jeder herzlich eingeladen ist und das Lampenfieber steigt. Nicht nur bei den Schauspielerinnen und Schauspielern!

SpanienZum vierten Mal empfing die Montessori Gesamtschule Borken spanische Austauschschüler, zum ersten Mal kamen diese aus Mairena de Aljarafe, in der Nähe von Sevilla (Andalusien).

Bereits im letzten Jahr hatten 13 Schülerinnen und Schüler mit ihrer Spanischlehrerin Carmen Rodríguez Macedo und Michaela Müller einige Tage in Andalusien verbracht, nun stand der Gegenbesuch an.

16 spanische Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen landeten diesmal in Weeze. Sie wurden von unseren Eltern abgeholt und direkt zur Schule gebracht, wo sie von ihren Gastschülern und der Schulleitung herzlich begrüßt wurden.

Am Tag darauf wurden die spanischen Gäste im Rathaus auch von der Bürgermeisterin begrüßt, die einige Informationen über Borken präsentierte, aber auch Interesse daran hatte, die spanischen Schülerinnen und Schüler kennenzulernen.

Die Schüler waren in Gastfamilien untergebracht und hatten in den zehn Tagen ihres Aufenthaltes in Borken nicht nur die Möglichkeit, das deutsche Schulsystem besser kennenzulernen, sondern vor allem einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen.

Sie verbrachten gemeinsam mit ihren deutschen Partnern zwei Tage in unterschiedlichen Betrieben und hospitierten dort. Sie bereiteten sich gründlich auf dieses Praktikum vor, informierten sich über den Betrieb und lernten wichtige Vokabeln auf Englisch, da die spanischen Schüler an ihrer Schule kein Deutsch lernen. Ihre Erlebnisse im Praktikum mussten die Schülerinnen und Schüler dokumentieren, um sie zum Ende ihres Aufenthaltes im feierlichen Rahmen den Mitschülern sowie den Gasteltern zu präsentieren. Traditionsgemäß wurde diese Feierlichkeit mit einem großen Buffet, vorbereitet von den Eltern, begangen. Gleichzeitig war dieser Abend auch eine Art Abschied, da es sich um die letzte gemeinsame Abendaktivität handelte.

Es wurden an diesem Abend auch Bilder von den verschiedenen Ausflügen gezeigt, die die Schüler während ihres Besuches unternommen hatten. Sie fuhren in den Landschaftspark Duisburg, um dort eine abendliche Entdeckungstour mit Stirnlampen zu unternehmen, außerdem gab es noch eine Exkursion ins Bergbaumuseum nach Bochum sowie eine Fahrt nach Münster.

Der spanische Besuch behält seine Erinnerung an die Zeit in Borken hoffentlich in genau so guter Erinnerung wie die deutschen Schülerinnen und Schüler ihre Zeit in Mairena de Aljarafe.

Schüler und Schülerinnen der Klasse 10

„Darf man hier jetzt einfach irgendwo irgendetwas machen?“, so die Frage der ersten Besucher, als die Montessori-Gesamtschule zum Treffpunkt für Mathematikinteressierte aller Altersstufen wurde. Und kurz darauf tummelten sich  insgesamt mehr als 200 Besucher (darunter auch 15 spanische Schülerinnen und Schüler, die gerade „im Austausch“ in der Montessori-Gesamtschule zu Gast sind) in den Räumen, um verschiedenste Zugänge zur Mathematik zu genießen.

In der Aula qualmten die Köpfe über japanischen Zahlenrätseln mit kaum auszusprechenden Namen wie Hashiwokakero und Shuruirupu, in den Klassenräumen duellierten sich Spieler bei Blokus und Pentominos, beim Code des Pharao oder Flash 77. Kinder und Eltern kletterten durch Postkarten, entknoteten Vexiere und verknoteten sich beim Versuch eine Weste loszuwerden ohne die Jacke darüber auszuziehen. Gerade für jüngere Kinder sehr reizvoll, die Tische mit Holzpuzzlen und den „Klickies“, die zu tollen geometrischen Gebilden zusammengesteckt wurden. Stark belagert waren das sogenannte „Königsberger Brückenproblem“, das als begehbares Modell aufgebaut war und die Leonardo-Brücke, die sich durch einen ganzen Klassenraum spannte. Dank des klaren Himmels waren der Mond und große Sterne durch ein großes Spiegelteleskop der Sternfreunde Borken zu betrachten und diese vermittelten nicht nur die Sicht auf den Himmel, sondern auch den Spaß an großen Zahlen, die im Weltall ja üblich sind. Daneben ein Raum mit faszinierenden MMM = Montessori-Mathematik-Materialien. Schulamtsdirektor Siegfried Werner, selbst Montessori-Dozent, führte am „Wurzelbrett“ in das Ziehen der Wurzeln ein, zwei Eltern mit Montessori-Diplom zeigten die Leichtigkeit der Multiplikation und Division an „Schachbrett und Apotheke“.

Eine Schülerin aus Bocholt kommentierte: „ Ich kann Wurzeln ziehen, hatte aber gar nicht verstanden, was ich dabei mache. Jetzt blicke ich das voll. Einfach genial“. Wer noch immer nicht genug hatte, der konnte noch Mathematikfilme anschauen oder Papiere in wundersamen Faltungen zu wunderbaren Origamikunststücken verwandeln. Was meinten die Kinder und Jugendlichen zu der mit großem Aufwand vorbereiteten Aktion der Montessori-Gesamtschule? „Mathe ist total interessant, weil man da einfach auch probieren kann, wenn´s nicht klappt, neu anfangen kann und sich so lange festbeißt, bis es endlich klappt.“, meinte die Neuntklässlerin Nina. Und ihre Freundin Lisann ergänzte: „Ich finde es toll, weil man die Mathematik hier richtig anfassen kann und sich einfach heraussuchen kann, was einem dabei Spaß macht.“ Insgesamt waren ca. 70 Schüler und Eltern im Einsatz, die die Besucher an den einzelnen „Stationen“ betreuten. Das Fazit einer aktiven Mutter: „Das war ein großer Spaß, doch leider bin ich überhaupt nicht dazu gekommen, mir auch mal etwas Interessantes anzusehen, da meine Station ja dauernd belagert war.“  Klappt vielleicht beim nächsten Mal, wenn es wieder heißt „Mathe ist lecker!“

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 der Montessori-Gesamtschule haben eine Klassenfahrt mit einer schwerstbehinderten Mitschülerin (Tetraspastikerin) auf einen Alpengipfel unternommen.

Link zum Film auf youtube.com