Einblicke

Hier können Sie einen Einblick in unsere Aktivitäten erhalten, können Berichte von Veranstaltungen rund um die Montessori-Gesamtschule lesen und Fotos betrachten.
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Am 25. Februar versammelte sich die zehnte Klasse der Montessori-Gesamtschule in Borken morgens um die gewohnte Zeit, jedoch an einem ungewohnten Ort. Die Schüler trafen sich am Borkener Bahnhof, von wo aus sie mit dem Bus eine 4-tägige Reise antraten. Ihr Ziel war zunächst jedoch einmal das Franz-Hitze-Haus in Münster, wo sie bereits erwartet wurden. Es war ein Seminar geplant, zum Thema DDR. Um dieses heikle Thema den Schülern näher zu bringen, wurden wie wortwörtlich näher ran gebracht: nach Berlin! Im Franz-Hitze-Haus gab es zunächst einige Vorbereitungen, um sie auf das Seminar einzustimmen. Am späten Nachmittag fuhren dann 26 Schüler/innen, zwei Lehrer/innen, ein Bufti und drei weitere junge Begleiter/innen, die das Seminar leiteten, mit dem Zug nach Berlin.

Der erste Tag der Schulklasse nach ihrer Ankunft am Abend war bereits vollgepackt mit Informationen. Sie bewunderten die East Side Gallery, bekamen eine Führung an der Bernauer Straße und besuchten nach einer kurzen Mittagspause den sogenannten Tränenpalast. All diese Orte erzählten den Jugendlichen ihre Geschichte, die Geschichte derer, die flüchteten vor dem Unrechtsstaat und derer, die ihn erbauten. Nachdem all das neu erlangte Wissen über die Teilung Deutschlands fest in den Köpfen verankert war, hatten die Schüler noch eine wenig Zeit sich auf eigene Faust die Stadt heute anzusehen, ohne die Mauer. Am Abend trafen sich alle wieder im Hostel um einer Zeitzeugin zu lauschen, die damals in Ost Berlin Kontakt zu einer Brieffreundin im Westen gehabt hatte.

Am zweiten Tag ihrer Berlinfahrt besuchten die Schüler/innen ein ehemaliges Gefängnis der Staatssicherheit, das ihnen mit all seinen bedrückenden Wahrheiten von einem weiteren Zeitzeugen erläutert wurde, der nach einem Fluchtversuch in vier verschiedenen solcher Haftanstalten saß, bis der Westen ihn schließlich freikaufte. Am Nachmittag schließlich wurde das Seminar mit einer Auswertung beendet, und die nun mit Informationen und Emotionen randvoll gefüllten Köpfe der Jugendlichen konnten sich bei einem Stadtbummel und anschließendem Treffen in der „Scheinbar“ bei einer humorvollen Open-Stage Vorstellung ein wenig entspannen.

Bevor die Klassen am Samstag, den 28. Februar, Berlin wieder verlassen musste, standen jedoch erst noch eine Reichstagsbesichtigung und ein kurzer Aufenthalt bei dem berühmten Holocaust Mahnmal inmitten Berlins an. Nach drei aufwühlenden und spannenden Tagen in der Hauptstadt traten die Schüler mit ihren Lehrern schließlich erschöpft, aber um einiges Wissen bereichert den Heimweg an. (Den Heimweg nach Borken, in einem friedlichen und geeinten Deutschland.)

geschrieben von Melissa Zoe Schnitzer, Klasse 10 der Montessori-Gesamtschule Borken

Unter dem Motto "Alles in Bewegung" veranstaltete die Montessori Gesamtschule ihre diesjährige Kultur-Projektwoche.


Das Programm reichte vom  Animationsfilmen mit bewegten Bildern über zahlreiche Workshops zu verschiedenen Tanzformen und Formen der Körperarbeit bis zum Bau eines Floßes und einer Kettenreaktionsmaschine, sowie der Sammlung von Geräuschen (field recording) und deren Komposition zu einem Klangmenü.

Am Freitag wurden die Ergebnisse der einzelnen Workshops den übrigen Schülern, den Eltern und weiteren Interessierten vorgestellt.

Link zur Bildergalerie der Abschlussveranstaltung.

Die Projektwoche wurde von zahlreichen Künstlern und (Bewegungs-)Experten - dazu zählten auch drei ehemalige Schüler/innen der Schule - unterstützt.

 

Mit Bezug zu dem Thema der Projektwoche sind im Foyer der Schule in den nächsten Wochen großformatige Fotos der Fotografin Birgit Röpke von einer Ballettaufführung am Nationaltheater München zu sehen. Die Ausstellung ist öffentlich und täglich von 8 bis 16 Uhr in der Montessori-Gesamtschule zugänglich.

 

Link zur Bildergalerie.


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Liebe Eltern, liebe Interessierte,

hiermit möchten wir euch auf eine Veranstaltung des Flüchtlingsrates Borken e.V. und der Montessori-Gesamtschule aufmerksam machen und dazu herzlich einladen.

Wenn auch räumlich fern, sind die Auswirkungen des Krieges in Syrien in Form der hier eintreffenden Flüchtlinge bzw. neuen Zuwanderer mitlerweile auch im Raum Borken, mitunter auch im eigenen Umfeld (Nachbarschaft, Schule, ...) deutlich wahrnehmbar.

Vielfach ist aus dieser Wahrnehmung und Kenntnis von syrischen Familien schnell ein hohes Maß an Engagement und Hilfsbereitschaftschaft erwachsen, so dass viele der Zuwanderer bereits unterstützt werden konnten und sich willkommen fühlen.

Aus der Bekanntschaft mit den syrischen Familien erwächst aber auch die Kenntnis und das Bewußtsein für Sorgen, die für die Zuwanderer ungelöst bleiben.

Eine dieser Sorgen ist, dass enge Familienangehörige (mit Referenznummern) nur noch in einem zeitlich begrenzten Zeitraum nachkommen und hier einreisen dürfen, wenn sie nach der Definition der Ausländerbehörde so abgesichert sind, dass sie die hiesigen Sozialsysteme für einen bestimmten Zeitraum nicht belasten. Für die Absicherung einreiseberechtigter syrischer Familienangehöriger muss diesem Grundsatz gemäß ein entsprechendes Einkommen nachgewiesen werden (auf diese Absicherung muss aber vielfach nicht zurück gegriffen werden). Soweit es ihnen möglich war, haben die hier lebenden syrischen Familien diese Absicherung für ihre Angehörigen geleistet, aktuell sind ihre Möglichkeiten ausgeschöpft und Familienangehörige können nur noch einreisen, wenn es weitere Personen gibt, die bereit sind diese Absicherung zu leisten.

Bei der Veranstaltung des Flüchtlingsrates Borken e.V. und der Montessori-Gesamtschule werden nach einer Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Lührmann
- neben einem Informationsteil zur aktuellen Situation in Syrien
- und Informationen zu den Einreisebestimmungen durch Mitarbeiter des Kreises Borken
- und Informationen zur Situation in Borken durch Mitarbeiter der Stadt Borken
- vor allem auch syrische Familien selber ihre Situation darstellen und Kontakt  zu einer interessierten und hilfsbereiten Öffentlichkeit suchen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr/Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen und zur Verbreitung dieser Informationen beitragen würdet!

Mit herzlichen Grüßen
 
Michaela Müller& Hartmuth Schlüter-Müller

Von nahezu unterhalb des Meeresspiegels bis zu mehr als 2000 m über dem Meeersspiegel verteilt lagen die diesjährigen Ziele der Klassenfahrten. Während sich die Klassen 5 und 6 wegen möglicher "Heimwehkinder" noch in der Nähe von Borken ( in Voorst kurz hinter Dinxperlo und in Dülmen) aufhielten, zog es die Siebtklässler traditionsgemäß nach Edam, die Achtklässler nach England, die Klasse 9 nach Ameland und die Abschlussklasse ins Kleinwalsertal.

 

Heimwehkinder gab es, aber niemand musste deshalb nach Hause (!!!) Ansonsten gab es viele Erlebnisse und Erfahrungen (siehe Beitrag "Kleinwalsertal"), die anscheinend in allen Klassen für gute Stimmung und viel Abwechslung sorgten. Einen Eindruck vermittelt die Fotogalerie unter diesem Link.