Einblicke

Hier können Sie einen Einblick in unsere Aktivitäten erhalten, können Berichte von Veranstaltungen rund um die Montessori-Gesamtschule lesen und Fotos betrachten.
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Als die 26 Schüler und Schülerinnen aus der Klasse 10 der Montessori-Gesamtschule/innen am frühen Sonntagmorgen um 05.30 Uhr ins Kleinwalsertal aufbrachen mit der Aussicht in den folgenden acht Tagen in den Bergen zu wandern, war bei vielen von Vorfreude kaum etwas zu spüren. In das Vorgefühl, vielleicht ein unpassendes Ziel gewählt zu haben mischte sich mitunter sogar Unsicherheit, Angst.

Als die Schüler/innen dann 14 Stunden später die Unterkunft erreichten – eine  bei jedem Schritt knarzende und eher spartanisch eingerichtete Hütte mit wenigen Duschen, engen Toiletten und ohne WLAN  -  war die Stimmung auf dem Tiefpunkt. Warum solche Einschränkungen und Strapazen für eine so sinnlose Unternehmung mit sehr zweifelhaftem Genuss?

Warum sich dann in den folgenden Tagen die anfänglichen Zweifel in Luft auflösten und aus der Ablehnung eine Begeisterung wurde, erklärt Daniel so: „Am Anfang war jeder Schritt und jede Bewegung ein Schock, weil ich mich ausgeliefert fühlte und solche körperlichen  Schaukelbewegungen und Belastungen nicht kannte, aber je mehr wir gelaufen sind, umso stärker ist mein Vertrauen gewachsen. So heftig der Aufstieg am Walmendingerhorn zum Gipfelkreuz auf 2000 Höhenmeter auch war …, dass mich die Mitschüler da hoch gebracht haben, war unglaublich.“ Sein Mitschüler Moritz, der seit vielen Jahren auch in der Jugendfeuerwehr aktiv ist, nennt einen anderen Grund:  „Anfangs haben wir gedacht, dass wir bescheuert sind, aber je mehr wir unternommen haben, umso mehr haben wir uns auch schwierigen Aufgaben gestellt und die sportlichen und technischen Herausforderung gesehen und unsere Technik beim Ziehen und Schieben so verbessert, dass es richtig Spaß gemacht hat.“

Als schließlich am sechsten Tag der Reise 16 Schüler/innen eine sechsstündige Wanderung über den Fiderapass entlang eines Grades auf die Kanzelwand machten, wobei  über 1100 Höhenmeter zu überwinden waren, waren auch die letzten Zweifel verflogen: Bergwanderungen bieten faszinierende Panoramen, sind aber eine Herausforderung an die eigene Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit, sie  erfordern gegenseitige Hilfe, schmieden zusammen und wer sie meistert ist stark und kommt nach oben, und … im Anschluss daran, wenn der Schmerz nachlässt, schmeckt auch noch das selbst zubereitete Essen viel besser. Dass mit solchen Touren durchaus auch die Gefahr besteht einer Sucht zu verfallen, war bereits am nächsten Morgen zu erkennen, als sich acht Schüler/innen nach wenigen Stunden Schlaf um 05.30 Uhr trotz Blasen und Blessuren aufmachten, um den Sonnenaufgang von oben zu erleben.

Erschöpft, aber um die Erfahrung der eigenen Stärken und Möglichkeiten bereichert kommentierten die Schülerinnen und Schüler die Fahrt bei ihrer Ankunft in Borken nach acht Tagen am späten Sonntagabend kurz aber eindeutig: ‚Es war spitze und wir sind spitze!‘

Wieder starteten 28 neue Fünftklässler mit großen Erwartungen und kleinen Unsicherheiten in der Montessori-Gesamtschule. Etliche kannten sich schon aus der Grundschule, einige sind ebenso wie ihre Eltern, ganz „neu“ in den Montessori-Strukturen. Ihnen allen galt ein herzliches Willkommen, als sie von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern mit kleinen Geschenken begrüßt wurden.

Mein Name ist Stefanie Krämer, ich bin 41 Jahre jung, geboren im Rheinland und wohne seit  einigen Jahren gemeinsam mit meinem Sohn Julian (8 Jahre), 2 Katzen und unserem Wachhund Luna in Rhede-Krechting.

Seit dem 01. August 2014 habe ich das Sekretariat der Montessori-Gesamtschule Borken übernommen. Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete und auch ich möchte mich bei meiner Vorgängerin, Frau  Gisela Schmettkordt-Schweers, herzlich für die hervorragende Arbeit der letzten 25 Jahre und für die nette Einarbeitung bedanken. Ich werde das Büro in Ihrem Sinne und natürlich im Sinne von Montessori mit viel Herz und Verstand weiterführen.

Meine berufliche Laufbahn begann ich mit der Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau in meiner alten Heimat bei Euskirchen. Nach einigen Jahren in der Buchhaltung habe ich erste Erfahrungen im Sekretariat sammeln dürfen und meine Vorliebe dafür entwickelt. Im Jahr 1996 zog ich nach Bocholt und fing bei der Siemens AG als Debitorenbuchhalterin an. Nach einigen Jahren zog es mich aber wieder ins Sekretariat und ich übernahm die Teamassistenz und Leitung des Sekretariats der Vorentwicklung von Siemens Mobile. Als der Chef dieser Abteilung das Angebot erhielt, das Produktmanagement von Siemens Mobile in München zu übernehmen, verließ auch ich das Münsterland und verlebte einige Jahre in Bayern. Leider nahm es mit Siemens Mobile nach dem Verkauf an BenQ Mobile kein gutes Ende und auch ich musste durch die Insolvenz gehen.  Das Heimweh trieb mich dann im Jahr 2007 wieder nach Rhede, wo ich mich zunächst der Erziehung meines Sohnes widmete.

Nach langer Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz, mit übergangsweise Tätigkeiten in 2 kleineren Unternehmen als Sekretärin, bin ich nun endlich dort angekommen, wo ich mich in den letzten Jahren immer gesehen habe: Schulsekretärin und dann auch noch bei Montessori: Volltreffer!!! Wenn mich in den letzten Jahren jemand gefragt hat, was möchtest Du denn am liebsten machen, habe ich immer gesagt, ich möchte meinen Beruf gerne mit Kindern oder Tieren verbinden. Hier habe ich nun beides und fühle mich seit dem 1. Tag pudelwohl.

Ich bedanke mich bei allen Kollegen und Kolleginnen, der Montessori e. V., den Eltern, die ich bereits kennenlernen durfte und ganz besonders bei den Schülern und Schülerinnen für das freundliche und herzliche Willkommen an der Montessori-Gesamtschule. Ich werde jedem mit Rat und Tat beiseite stehen und freue mich auf eine tolle Zusammenarbeit.

Gestern sind zwei Esel in den Stall auf dem Schulbauernhof gezogen und heute wurden sie von den Sechstklässlern der Gesamtschule begrüßt. Bei den beiden Langohren handelt es sich um eine Stute und ein sechs Monate altes Stuten-Fohlen. Die beiden sind sehr stark mit einander verbunden, allerdings nicht verwandt. Am Dienstagabend untersuchten sie zunächst ihr neues Zuhause und nahmen Kontakt mit Alea, dem Hof-Pony, auf. Offensichtlich fühlen sich die beiden Esel schon ganz wohl. Sie sind jedoch noch etwas vorsichtig und noch nicht ganz so zutraulich wie in ihrer gewohnten Umgebung. Aber das wird sich bestimmt bald ändern.

 

Nachdem im letzten Jahr leider der Esel Felix und das Maultier Moses verstorben sind, war schnell klar: Alea kann nicht alleine bleiben. Zum 25-jährigen Jubiläum der Gesamtschule kam einiges an Spenden für einen Esel zusammen, und so machten sich Ela und Renée auf die Suche nach geeigneten Tieren. Fündig wurden sie bei einem Züchter in Reken. Weil die Tiere dort so zutraulich, verschmust und so süß waren, ging dann alles ganz schnell.

 

 

Die sechste Klasse nahm die beiden neuen Mitarbeiter in Empfang:

Was die Esel jetzt noch brauchen ist ein Name. Alle Kinder der Montessori-Einrichtungen können Vorschläge einreichen. Eine Jury wählt dann zwei passende Namen für die Esel aus. Die Vorschläge können die Kinder auf Plakate schreiben, die bald in den Einrichtungen ausgehängt werden. 

Ein Multiprofessional geht

„Verwaltungschefin“ Gisla Schmedtkordt-Schweers in der Montessori-Gesamtschule verabschiedet

„Jetzt, wo die Schule mit ihrem 25. Geburtstag gezeigt  hat, dass sie alt genug ist, um ohne mich auszukommen, bin ich alt genug, um ohne die Schule auszukommen.“, so die Abschiedsworte einer „Urmutter“ der Montessori-Gesamtschule. Gisela Schmedtkordt-Schweers, langjährige Chefin im Schulbüro,  wurde in den Ruhestand verabschiedet. Schon bevor die Montessori-Gesamtschule Borken überhaupt ihren „Betrieb“ im Jahre 1989 aufnahm, gehörte Gisela Schmedtkordt-Schweers bereits  dazu. Denn schon ab 1988 begleitete sie  die Gründungsgruppe der Schule, 1989 wurde sie „Verwaltungschefin“ der Schule, ein Jahr später war sie auch für 8 Jahre Mutter zweier Schülerinnen der Schule, noch ein Jahr später war sie für zwei Jahre Mitglied des Vorstandes des Trägervereins. Damit war sie Gründerin, Eltern, Mitarbeiterin und Arbeitgeberin, und somit  eine der ganz wenigen Personen, die alle Facetten des „Montessori Borken e.V.“  kennenlernen konnte. Mit einer Schulfeier verabschiedeten sich jetzt Schüler, Eltern und das Kollegium der Schule von der Frau, die über 25 Jahre die Geschicke dieser einmaligen Schule mitleitete. Sie war „Filter“ für Elternanfragen, -beschwerden und –sorgen, sie war die Haushaltsexpertin und Haushaltsverwalterin der Schule, Personalverwaltung der Schulmitarbeiter, Buchhalterin und Schulsekretärin in einer Person.  Zu ihren Aufgaben gehörten u.a. auch die Organisation des Schülerspezialverkehrs, die Information der Eltern, die Einholung von Angeboten für Klassenfahrten oder Kopierer-Leasing, das Aufbringen von Pflastern und das Verabreichen von Wärmflaschen an bestimmten Tagen. Ihren Sachverstand als Wächterin der Finanzen brachte sie regelmäßig in den Sitzungen des Schulleitungsteams und in den Teamsitzungen des Kollegiums ein. Schulleiter Hartmuth Schlüter-Müller zeichnete noch einmal den gemeinsamen Weg von den Gründungsvorbereitungen durch die schwierigen Anfangsjahre über die Verleihung des Jakob-Muth-Preises bis zur tollen 25-Jahrfeier im Juni diesen Jahres nach. „Ohne dich wäre diese Schule nicht das, was sie ist, und sie würde auch nicht da stehen, wo sie heute steht.“, so sein Fazit der langjährigen Zusammenarbeit. Die Schüler verabschiedeten sich mit einem selbstgedichtetem Lied (Ich träume jetzt von dir, warum bleibst du nicht hier…), mit Rosen und „Über“lebensmitteln, mit selbstgebackenen Törtchen und Blumensträußen von „ihrer Gisela“. Die SV überraschte sie mit einem Album, das Fotos sämtlicher Schülerinnen und Schüler der vergangenen 25 Jahre enthielt.  Das Abschiedsgeschenk des Lehrerkollegiums und des Trägervereins an Gisela Schmedtkordt-Schweers war ein Notebook. Damit sei gewährleistet, dass der Kontakt zur Schule zumindest elektronisch niemals abreißen könne und dass ihre Nachfolgerin im Schulbüro jederzeit die Möglichkeit habe, sich einen Rat oder die eine oder andere Auskunft einzuholen. Ein Eis für alle Schüler und ein „Grillerchen“ für alle Erwachsenen aus der  Montessori-Gesamtschule auf dem Schulbauernhof rundeten die Verabschiedung ab.