Unterricht / Inhalte

Wochenplanarbeit

In den Klassen 5 bis 9 geben einzelne Fächer aus ihrem Stundendeputat jeweils eine Stunde in einen "Wochenplantopf".

Die Fachlehrer erstellen deshalb für die Klassen sogenannte Wochenpläne, die jeweils differenzierte Aufgabenstellungen für unterschiedliche Schülergruppen einer Klasse enthalten.

Die Schüler/innen versetzt dies in die Lage, ihre Arbeit selbst zu planen und möglichst selbständig durchzuführen.

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Dabei werden sie von den Lehrer/innen begleitet.

Die Wochenplanarbeit greift also in abgeschwächter Form das Prinzip der freien Wahl auf. Die Schüler können während der WPA selbst wählen, was sie aus ihren Aufgaben wann, mit wem zusammen, an welchem Arbeitsplatz, in welcher Intensität bearbeiten.

Am Freitag müssen alle vorgegebenen Wochenpläne bearbeitet sein. Sie werden dann von den zuständigen Fachlehrern korrigiert und mit entsprechenden Rückmeldungen an die Schüler zurück gegeben.


Epochenunterricht

Mit der Organisation des Unterrichts als Epochenunterricht wird im Laufe eines Schuljahres in jedem der beteiligten Fächer (AL, GL, Chemie, Physik) genau so viel Unterricht erteilt wie in herkömmlicher Form. Darüber hinaus sind mit dieser Form unserer Erfahrung nach aber einige wichtige Vorteile verbunden.

Fächer und Themen, die sonst nur geringe Bedeutung innerhalb einer Woche und des Stundenplans haben, werden für jeweils zwei Wochen zum beinahe wichtigsten Teil des Schultages.

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Innerhalb einer Epoche ist eine intensive Arbeit an einem Thema möglich, weil Ergebnisse und Zwischenschritte nicht immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden müssen und, weil drei andere Fächer während dieser Zeit keine Aufmerksamkeit verlangen.

Die tägliche Doppelstunde macht offene und selbstbestimmte Arbeitsformen möglich und erforderlich – damit wird nachhaltiger gelernt.

Der intensive Kontakt zu dem Epochenlehrer/der Epochenlehrerin schafft größere Verbindlichkeiten im Umgang mit Ergebnissen und Hausaufgaben, das kommt leistungsstarken und leistungsschwächeren Schüler/innen zugute.

Die Schüler/innen können sich bei dieser Unterrichtsorganisation besser auf ein Thema einlassen.

Neben kognitiven Leistungen können in einer solchen Zeit auch andere Unterrichtsergebnisse entstehen (z.B. Ausstellung, Film, Buch, Vortrag, Video, ...), die andere Fähigkeiten fördern und berücksichtigen können.

Der Unterricht lässt sich interessanter gestalten und Fragestellungen können mehr der Erlebniswelt der Schüler/innen entspringen, auch fächerübergreifende Aspekte können besser Berücksichtigung finden.


Schulbauernhof

Ein wichtiger Teil der Schule und des Unterrichts in einigen Klassen ist der Schulbauernhof.

Auf dem 10 Minuten Fußweg entfernten ehemaligem Bauernhof findet ein Teil des Unterrichts statt und von ihm ausgehend werden Aktionen im näheren Umfeld durchgeführt. Vor allem auch für den Lernort "Sternbusch" (angrenzender Mischwald) kommt dem Gelände eine wichtige Bedeutung zu.

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Der Bauerngarten wird von den Klassen 5 und 6 im AL-Unterricht bewirtschaftet. Neben dem Säen, Pflegen und Ernten der Pflanzen werden Tiere gepflegt und versorgt, dazu gehört z.B. die Begleitung der Schafschur und das Füttern, Umtreiben, Tränken und Pflegen der Tiere. Die geernteten Produkte werden gegessen oder in der Schulküche zubereitet, vereinzelt auch verkauft. Die Arbeit fördert und erfordert unterschiedlichste Fähigkeiten. Kenntnisse zu Gartenbau und Pflanzenkunde ergeben sich oft wie von selbst, bleiben aber lange im Gedächtnis.

Größere und kleinere Bautätigkeiten werden von den Arbeitslehregruppen im Wahlpflichtbereich I der Klassen 8 und 9 durchgeführt. So wurden z.B.

  • ein Zaun hergestellt (aus Bäumen des nahegelegenen Waldes),
  • die Gartenwege angelegt,
  • Nistkästen und Bänke produziert und
  • ein Fressgatter für die Schafe erstellt
  • und viele weitere notwendige Arbeiten erledigt.
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Weiterhin wird auch das angrenzende Waldstück in den Unterricht eingebunden. Dort können die Schüler der Klasse 6 im NW-Unterricht den Wald und seine Bewohner erforschen. Tiere und Pflanzen werden bestimmt. Tierspuren werden gedeutet und das Gelände vermessen. Temperatur- und Lichtverhältnisse werden notiert und Boden- und Wasseruntersuchungen durchgeführt.

Das Lernfeld ‚Schulbauernhof' bietet für Schüler/innen eine altersgemäße und attraktive Möglichkeit des handlungsorientierten Lernens mit Kopf, Herz und Hand außerhalb des Klassenraumes.


Leistungsbewertung

Weil innerhalb der heterogenen Lerngruppen an der Montessori-Gesamtschule ein Leistungsvergleich, wie er durch Noten nahegelegt wird, nicht sinnvoll erscheint, werden anstelle von Notenzeugnissen bis einschließlich der Klasse 8 Lernberichte geschrieben.
Darin erhalten die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern von jedem der Fachlehrer/Fachlehrerinnen detaillierte Rückmeldungen über ihre Bemühungen sowie die erbrachten Leistungen. Dabei wird sowohl auf die Leistungsfähigkeit des Kindes als auch auf die Standards der Schule Bezug genommen.
Die Lernberichte folgen dem Grundsatz, dass Leistungen nicht bewertet, sondern beschrieben werden sollten.
Ab Klasse 9 erhalten die Schüler/innen dann parallel zu den Lernberichten auch Notenzeugnisse.
Diese Form der von der Montessori-Gesamtschule entwickelten und erprobten Leistungsbeschreibung hat zu vielfältigen positiven Erfahrungen geführt:

  • Die Lehrerinnen/Lehrer sind weniger 'Bewerter', die Schüler selbst werden mehr 'Bewerter' ihrer eigenen Ansprüche und Arbeitsergebnisse.
  • Die Schüler erhalten weit bessere Hinweise darauf, was sie künftig besser machen können.
  • Sollen die Berichte wirklich aussagekräftig sein, sind die Lehrer gehalten, jeden einzelnen Schüler sehr viel genauer zu sehen als das für die Notengebung notwendig ist.
  • Unter Umständen in die Beschreibung einfließende subjektive Einschätzungen sind als solche sichtbar und besprechbar.
  • Die Fachberichte beziehen sich auf die Unterrichtsleistungen, ein zusätzlicher Gesamtbericht am Ende des Schuljahres schließt auch sonstige (vor allem soziale) Leistungen mit ein.

Projekttag

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Die Montessori-Gesamtschule hat seit dem Schuljahr 2006/07 für die Klassen 6, 7 und 8 einen „Projekttag“ mit Unterricht bis 15.30 Uhr eingeführt. Dadurch bietet sich die Chance, den Unterricht über die Fächergrenzen hinaus zu gestalten. Dabei können die Interessen und Stärken der Schüler/innen besser als in einem 45-Minuten-Unterricht mit einbezogen werden.

Konkret bedeutet es, dass für die genannten Schulklassen jeden Mittwoch nach drei Fachstunden ein fünfstündiges Projekt der Fächer Gesellschaftslehre (GL) und Kunst/Musik  folgt. Diese Fächer tragen gleichermaßen zu den vernetzten Inhalten der Projekte bei. Die Unterrichtszeit ist mit zwei Lehrer/innen besetzt. Damit kann sowohl die Fachlichkeit als auch individuelles Eingehen auf einzelne Schüler/innen oder bestimmte Fragestellungen und Interessen der Klasse gewährleistet werden.

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Der Zeitumfang erlaubt die Arbeit an Themen und mit Methoden, die in der normalen Tagesstruktur mit stündlichem Wechsel des Faches und des Lehrers in dieser Weise weder kognitiv noch praktisch erfahrbar werden können Damit einhergehend erlaubt diese Form des Unterrichts eine bessere Differenzie-rung in der Unterrichtsarbeit und andere Formen der Leis-tungsdokumentation (z.B. durch Präsentationen, Ausstellun-gen, Vorträge, usw.).Es werden z.B. Themen wie „Die Griechen“, „Kinder der Welt“, „Eroberer und Entdecker“, „Tropischer Regenwald“, „Franz. Revolution“, „In der Oper“ oder „Die Niederlande“ projekthaft unterrichtet.
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Alle Schülerinnen und Schüler haben innerhalb dieses „Projekttages“ eine strukturierte Mittagspause, in der sie auch an einem Mittagessen-Angebot teilnehmen können. Für drei Euro können sie ein warmes und frisch zubereitetes Essen erhalten oder selbst mitgebrachte Speisen verzehren. Gegessen wird gemeinsam, denn auch in diesem Rahmen kann gemeinsam gelernt werden ...  nicht nur „Tischkultur“.


Projektwochen

In der Montessori-Gesamtschule wird in jedem Schulhalbjahr eine Projektwoche veranstaltet. Im Wechsel werden dabei die Themen einmal aus den Schüler- und Schülerinnenwünschen zusammengestellt und das andere Mal vom Kollegium vorgegeben. Den Projektthemen des Kollegiums sind immer Aspekte eines übergeordneten Themas, z.B. Mittelalter, Unsere neue Schule, Gesundheit, Ökologie etc. zugeordnet.

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Während der Projektwochen sind die Klassenverbände aufgelöst, die Schüler und Schülerinnen finden sich nach Wahl eines gewünschten Themas in durch alle Alterstufen gemischten Gruppen wieder.
Die Projektwochen fördern die Arbeit an individuell ausgerichteten Interessen und Schwerpunkten und ermöglichen eine Wahrnehmung der Schüler und Schülerinnen außerhalb der Klassenverbände und der 'normalen' Arbeitszusammenhänge. Außerdem geben sie den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Mitschüler/innen anderer Jahrgänge besser kennen zu lernen.


Klassenfahrten

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Vor allem wegen der Bedeutung des sozialen Lernens innerhalb der Lerngruppen werden an der Montessori-Gesamtschule jährlich Klassenfahrten durchgeführt.
Bei der Wahl der Ziele und bei der inhaltlichen Ausgestaltung wird Wert darauf gelegt, dass die Schüler und Schülerinnen durch Mitarbeit und aktive Beteiligung an der Ausgestaltung des Programms (z.B. Fahrradtouren, Selbstverpflegung, ...) mitarbeiten und zu einer Begrenzung der Kosten beitragen. In den vergangenen Jahren wurde folgendes Programm realisiert:

  • Klasse 5 fährt sofort zu Beginn des Schuljahres, um sich gegenseitig kennenzulernen.
  • Klasse 6 unternimmt eine Fahrradtour in die nähere Umgebung.
  • Klasse 7 fährt nach Edam in den Niederlanden. In kleinen Gruppen von 4 bis 5 Kindern organisieren die Kinder selbst "ihren Haushalt" in einer Campinghütte.
  • Klasse 8 unternimmt eine naturnahe Fahrt mit Rädern oder Kanus und mit Übernachtungen in Zelten.
  • Klasse 9 fährt nach England mit Unterbringung in englischen Familien.
  • Klasse 10 unternimmt eine Abschlussfahrt.
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Zweimal ist auch bereits die Klasse 7 nach England gefahren. Auch dies war erfolgreich, da die jüngeren Schüler vor allem in den weiteren Schuljahren vom Kontakt mit der originären Sprache profitierten.


Spanisch

Schule, Schulkonferenz und Schulträger haben sich entschieden, Spanisch als Zweite Fremdsprache anzubieten. 

Spanisch wird weltweit in allen Kontinenten von mehr als 400 Millionen Menschen als Erstsprache verwendet.

Spanisch ist neben Englisch zweite Welthandelssprache.

Spanisch vermittelt als romanische Sprache Zugang zu Kunst, Kultur, Politik, Gesellschaft, Geographie, Wissenschaft und Technik. Die Studentenzahlen der Lehrgänge Spanisch übersteigen inzwischen die der Lehrgänge Französisch. Der Trend hält europaweit an.

Spanisch ist aufgrund seiner Struktur (Lautbild, Wortschatz, Formlehre, Satzbau) im Anfangsunterricht verhältnismäßig schnell erlernbar.

Spanisch bietet wie kaum eine zweite Fremdsprache einen praktischen Einstieg in das Sprachenlernen durch ihre klare phonetische Regelung. So kann in das Spanische als gesprochene Sprache aufgrund der einfachen Vokal- und Konsonantenstruktur rasch eingeführt werden.

Spanisch stößt bei den Schülerinnen und Schülern auf großes Interesse.

Der Unterricht in diesem Fach wird von einer muttersprachlichen Lehrerin erteilt.


Berufsvorbereitung

Die Thematik Berufswahl und Vorbereitung auf den beruflichen Einstieg beschäftigt die Schülerinnen und Schüler mehrmals und fortschreitend während der Jahrgänge 8, 9 und 10 unter Beteiligung der Fächer Arbeitslehre, Deutsch und dem Wahlpflichtbereich I (Spanisch und Arbeitslehre).

In Klasse 8 absolvieren die Schüler/Schülerinnen ein sogenanntes soziales Halbjahr. Während dieser Zeit gehen sie einmal wöchentlich einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach, die von einem sozialen Gedanken getragen ist. Häufig findet diese Arbeit in einer sozialen Einrichtung statt und ermöglicht vielfältigen Kontakt zu Menschen (Mitarbeitern und Menschen, die die Zielgruppe dieser Einrichtung sind). Mehr beiläufig konkretisieren sich bei dieser Tätigkeit schon Ansprüche und Wünsche an eine berufliche Tätigkeit.
In den Klassen 9 und 10 findet jeweils ein 14tägiges Schüler/innen-Betriebspraktikum statt, weitere Praktika in den Ferienzeiten werden von der Schule unterstützt und, wenn erwünscht, begleitet. Die Vor- und Nachbereitung der Praktika findet in der Schule statt. Als Abschluss veranstalten die Schüler und Schülerinnen eine sogenannte Praktikumsmesse, auf der sie 'ihren' Betrieb in der Rolle eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin einem Teil der Schulöffentlichkeit vorstellen.


Beratung in der Schule

Die veränderte Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen, Differenzierung bestehender bzw. Einführung neuer Unterrichtsformen und Reformvorhaben, wie z.B. das Konzept "Gestaltung des Schullebens und Öffnung von Schule", der gemeinsame Unterricht von nichtbehinderten und behinderten Kindern im Unterricht, sowie die Förderung besonderer Interessen und Begabungen von Kindern und Jugendlichen erforderten neue Konzepte für die Schulberatung auch an unserer Schule.

Im Zuge der innovativen Entwicklung des sogenannten Beratungserlasses, wurde Bianca Tarulli im Rahmen einer einjährigen Fortbildung auf Kreisebene zur Beratungslehrerin geschult.

Beratungslehrerinnen und -lehrer unterstützen, ergänzen und intensivieren die Beratungsarbeit der Schulen. Sie beraten Eltern, Kinder und Jugendliche bei Problemen des Lernens sowie zu Laufbahnfragen. Gleichzeitig übernehmen sie innerhalb ihrer Kollegien Beratungsaufgaben zur Fortentwicklung schuleigener Beratungskonzepte.

Zwei Stunden wöchentlich steht Bianca Tarulli für Beratungsgespräche zur Verfügung. Sie wird Ihnen oder Ihrem Kind dabei helfen, eine Lösung für das Problem zu finden. Dabei wird nichts von dem, was in der Beratung gesprochen wird, weiter erzählt. Es sei denn, es ist ausdrücklich gewünscht.

Auf Wunsch und bei gegebenem Anlass kann auch die Zusammenarbeit mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Borken stattfinden.

Das Beratungszimmer finden Sie neben dem Sekretariat im 1. Stock.

Zu den Beratungsstunden melden Sie sich bitte telefonisch (Sekretariat: 02861-4420) oder per Internet ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) an. Frau Tarulli wird sich umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren.

Die Regionale Schulberatungsstelle für den Kreis Borken finden Sie hier.