Das Ziel des obengenannten Kooperationsprojektes vom Forum Altes Rathaus/Stadtmuseum Borken, dem Heimatverein und der Montessori- Grundschule war es, den Schülern des 3. Jahrganges Freude an und Neugier für die Kultur, Kunst und Geschichte zu vermitteln.

Am ersten und zweiten Projekttag konnten die Schüler unter Anleitung einer Museumspädagogin und Mitgliedern des Heimatvereins zahlreiche und sehr vielfältige Gebrauchsgegenstände des Alltags in der Schatzkammer- das Depot- des Museum Borken entdecken. Kennen gelernt haben die Schüler zu diesem Zeitpunkt sowohl die Arbeitsmethoden als auch die Funktion des Museums. Jeder Schüler konnte im Anschluss aus einer Auswahl von Objekten ein Exponat für die spätere Beschreibung auswählen. Vor der Arbeit an und mit dem Museumsobjekt  wurden von den Schülern ihre „Museumsforscherkoffer“ zusammengestellt. Beim Erstellen eines Objektbriefes wurde das jeweilige Objekt nach Maße, Material, Datierung und Funktion bestimmt. Interessant war, dass wir von den Mitgliedern des Heimatvereins spannende Geschichten zu den Objekten erfahren haben. Wie funktioniert zum Beispiel eine alte Schreibmaschine, ein Waffeleisen, das Telefon? Wozu dienten die Schreibtafeln, der Zylinder, die Holzschuhe mit Eisenbeschlag, der Schlagstock, die Krone…? 

Beim Besuch des Stadtmuseums in Münster konnten die Schüler Eindrücke zu Präsentationsformen und Anregungen zur Gestaltung der eigenen MuseobilBoxen sammeln. Beim Rundgang stellten dann alle Schüler und auch wir Erwachsenen fest, dass wir uns gerne länger im Museum aufgehalten hätten. Die Schüler  hätten sich gerne noch viel länger und ausführlicher mit den unterschiedlichen Epochen unserer Geschichte befasst. Eine Schülerin fasste dann den Tag mit folgenden Worten zusammen: „Das war zu kurz! Ich frage meine Eltern, ob wir nicht am Wochenende wieder hierherfahren können“.

Während der folgenden Projekttage konnten die Schüler mit der Gestaltung ihrer eigenen kleinen Museen der Gegenwart mit einem Objekt aus ihrem Alltag beginnen. Vorab wurde das eigene Objekt der Schüler  eigenständig aus unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert und dann nach bekanntem Verfahren mit Hilfe des Objektsteckbriefes bestimmt. Die Fragen „Warum sollte dieses Objekt im Museum bewahrt werden?“ und „Wie sollte das Objekt präsentiert werden?“ wurden dann in der Gestaltung offensichtlich. Hier waren bildnerisches Gestalten, kreative und praktische Arbeiten gefragt. Gemeinsam wurden nach Ideen oder Möglichkeiten der Umsetzbarkeit gesucht.

Am letzten Tag des Projektes wurden die MuseobilBoxen der Schüler mit einer kleinen Feier der Öffentlichkeit präsentiert. Morgens wurde die Boxen gemeinsam mit allen Schülern aufgebaut und jeweils mit Tüchern verhängt. Jedes Kind hat während der Feierlichkeit vor Lehrern, Eltern, den Projektpartnern und der Bürgermeisterin seine eigene Box enthüllt und mit kurzen Worten vorgestellt.

Projekt MuseobilBOX

Die positive Resonanz der Zuhörer hat sowohl den Schülern als auch allen am Projekt beteiligten Personen eindrucksvoll gezeigt, wie erfolgreich die Zusammenarbeit für alle war. 

Auf Nachfrage meinerseits würden die Schüler gerne wieder an einem außerschulischen Projekt teilnehmen.

Ich möchte mich sehr herzlich für die gute und kooperative Zusammenarbeit mit allen beteiligten Personen bedanken!

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Ingrid Rimbach