Presse

Kriechtunnel, Weidentipis und Tiere
Borkener Zeitung vom 29.05.2009

Montessori-Grundschüler planen "ihren" Schulhof / Naturnahes Konzept wird entwickelt
Borken (hie)
. Ungewöhnlich ist die Fragestellung schon: „Was möchtet Ihr auf Eurem Schulhof erleben?“ Schnell wird den Schülerinnen und Schülern der Montessori-Grundschule klar, dass das mehr heißen kann als Rennen und Toben auf dem Schulhof oder Klettern auf einem teuren Spielgerät. Während einer Projektwoche dürfen die Kinder nun ihren Wünschen kreativ Ausdruck verleihen und Modelle ihres Erlebnis-Schulhofes erstellen. Bei den Ideen sollen verschiedene Bedürfnisse berücksichtigt werden - nach Kreativität und Kunst, Spiel und Bewegung, Naturerlebnis, Ruhe und Kommunikation.
„Der Schulhof ist durch unseren Anbau und die damit verbundenen Bauaktivitäten stark in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass wir jetzt die Gelegenheit wahrnehmen, das ganze Gelände neu zu planen. Aus der Elternschaft kam die Idee, mit dem erfahrenen Natur-Spielraum-Planer Helmut Hechtbauer aus Lingen das Projekt anzugehen und die Schülerinnen und Schüler nach dem so genannten „Dillinger Modell“ an der Planung zu beteiligen,“ so erklärte die Schulleitung.
An Ideen mangelt es den Kindern nicht: Kletterbaum und Baumhaus sind auf jedem der vier Modelle zu finden, Hängematten, Kriechtunnel, Blumenwiesen, Weidentipis, Wasserläufe und Tiere. Dazu bunte Skulpturen, Mosaike und Marterpfähle. In den Klassen zeigt sich, wie selbständig die Kinder zusammenarbeiten können. Ernsthaft stellt da ein Erstklässler seine Idee eines Kletterbaumes vor und macht sich nach der Frage „Und wie kommt man da rauf?“ erneut an die Arbeit. Der kleine Dominik dagegen hat zu Hause an seinem Klettergerüst weitergearbeitet. Als von den Mitschülern bemängelt wird, dass daran ein Netz fehle, holt er es grinsend aus der Hosentasche: „Da habe ich auch dran gedacht!“
„Wir sind überrascht, wie selbständig und kreativ die Kinder an ihren Ideen arbeiten. Unsere Hilfestellung ist da kaum gefragt“, freuen sich die Lehrer über die gelungene Aktion. In der kommenden Woche stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten einem Gremium vor. Die besten Ideen sollen dann in die Ausführungsplanung übernommen werden.
Planer Helmut Hechtbauer hat bei früheren Projekten gute Erfahrungen damit gemacht, Kinder in die Planung einzubeziehen.
Seiner Erfahrung nach identifizieren sich die Kinder dann stärker mit „ihrem“ Schulhof, es wird weniger kaputt gemacht und jeder fühlt sich verantwortlich. „Das Konzept passt hervorragend zur Montessori-Pädagogik. Wir wollen nicht einfach nur neue Spielgeräte aufstellen, sondern auf dem Schulgelände einen vielfältigen Natur-Erlebnisraum schaffen. Die Kinder sollen auch dort eine „vorbereitete Umgebung“ vorfinden, die ihren kindlichen Bedürfnissen gerecht wird.“



Natur statt Asphaltwüse
Sonderbeilage der Borkener Zeitung vom 15.9.2009

"Dünger" für den NaturSpielRaum
Artikel der Borkener Zeitung vom 10.10.2009

In der großen Pause ins Baumhaus
Artikel der Borkener Zeitung vom 13.10.2009

Viel Gehöz für den grünen Schulhof
Artikel der Borkener Zeitung vom 12.04.2010

Spielen in der Natur
Artikel der Borkener Zeitung vom 05.09.2010

NaturSpielRaum an der Montessori Grundschule wächst
Artikel der Borkener Zeitung vom 30.05.2011