Wenn jemand nicht sprechen kann, muss das nicht bedeuten, dass er nichts zu sagen hat.

Rosemary Crossley


Kann ein Kind nicht oder nur unzureichend sprechen lernen, bietet man ihm Alternativen zur eigenen Lautsprache an, um trotzdem möglichst gut kommunizieren zu können. Und das ist wichtig, denn Kommunikation ist nicht nur ein Grundbedürfnis, von ihr hängt in hohem Masse ab, wie selbstbestimmt und sozial ein Leben verläuft. Manche Kinder lernen oftmals anders, brauchen besondere oder vielfältigere Reize, um etwas aufzunehmen. Diese Reize kann Unterstützte Kommunikation (UKM) bieten. Den Pädagoginnen des Montessori-Kinderhauses war es deshalb an ihrem aktuellen pädagogischen Konferenztag  erneut ein Anliegen, durch weitere Informationen Möglichkeiten zu erarbeiten, wie das Konzept der UKM den schlecht, wenig oder nicht sprechende Kindern und ihren Bezugspersonen so früh wie möglich zu erfolgreichen Kommunikationssituationen noch intensiver verhelfen kann. Dabei wird die Lautsprache keineswegs ausgeklammert, jedoch bei Bedarf durch Kommunikationshilfen-, techniken und –strategien ersetzt. Beim Einsatz von Kommunikationshilfen muss die Vorgehensweise immer wieder neu auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Kindes abgestimmt werden. Um herauszufinden, welche Fotos, Bilder und Worte für das Kind wichtig sind, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung. Fachliteratur oder der Austausch mit Beratungsstelle  sind ebenso eine wichtige Hilfe beim Entwickeln unserer Ideen. Die Möglichkeiten, Bedürfnisse zu äußern oder das Geschehen im Gruppenalltag zu beeinflussen, sind für Kinder ohne Lautsprache oft stark eingeschränkt. Manchmal entstehen in der Verständigung unmerklich Irritationen und Missverständnisse, die nicht aufgeklärt werden können. Allzu oft sind diese Kinder von unseren Entscheidungen abhängig. Umso wichtiger ist es, das Recht “nichtsprechender” Kinder auf eine aktive Teilnahme am Gruppenalltag konsequent zu berücksichtigen. Das gesamte Kollegium des Montessori-Kinderhauses hat und wird sich an Pädagogischen Tagen in Seminaren in UKM fortbilden und unterweisen lassen und in der Folgezeit Konzepte zum systematischen Aufbau erarbeiten.