Vier „Kinderhäuser“ am Waldrand - Erster Spatenstich für das neue Montessori-Kinderhaus

von Peter Berger, Borkener Zeitung:

„Im neuen Jahr, das ist klar, steht das neue Häuschen da“ – nach der Melodie von Hänschen klein besangen Kinder und Erwachsene am Mittwochnachmittag den Bau-Start für das Montessori-Kinderhaus.

Foto: Peter Berger

 

Spatenstich bei Matschwetter:
In erster Reihe sind (von links) Natalia, Pia, Annabell und Viktoria am Start.

BORKEN. Für 2,2 Millionen Euro entsteht in naturnaher Lage an der Landwehr eine neue Kita. Die Stadt beteiligt sich nach Angaben des Trägers daran mit etwa 300.000 Euro. Als Fertigstellungstermin wird der Jahreswechsel 2018/19 angepeilt.

„Es war ein langer Weg“

Dann wird Schluss sein mit dem jetzigen Quartier am Nordring. Dieses hatten die „Montis“ 1998 im zweiten und dritten Stock über einer Senioreneinrichtung bezogen – was sich mit zunehmender U3-Betreuung als immer ungünstiger erwies. Die neue Kita wird ebenerdig erreichbar sein. Montessori-Vorstand Annette Deelmann wies bei der gestrigen Feierstunde auf die vielfältigen Bemühungen der Vorjahre hin. „Auf das bevorstehende Ergebnis können wir nun alle gemeinsam stolz sein“, sagte sie. Deelmann bedankte sich bei der Stadt für die Unterstützung und wies darauf hin, dass Architektur und Montessori-Pädagogik unmittelbar zusammenhängen. „Die Art der Gestaltung und die verwendeten Materialien ‚wertschätzen‘ den Menschen“, zitierte Deelmann den Freiburger Professor Alfred Holzbrecher, der Kriterien für eine „pädagogische Architektur“ entwickelt hat.

„Es war ein langer Weg“, blickte Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing auf die mehr als vier Jahre dauernden Überlegungen zurück. Von Anfang an hatte der Montessori-Träger ein Auge auf das am Waldrand gelegene Grundstück im Hendrik-de-Wynen-Gewerbepark geworfen. Die Stadt war aber wegen der Entwicklung ihrer Gewerbeflächen zwischenzeitlich skeptisch. Gemeinsam suchte man nach alternativen Standorten – bevor sich beide Seiten dann doch auf den ursprünglichen Vorschlag verständigten. Das neue Montessori-Kinderhaus sei eine Bereicherung und ein Aushängeschild, so Schulze Hessing.

Beim Baustart prasselte der Regen

„Räume, in denen Kinder groß werden“ – so beschreibt Architekt Jörg Hetkamp sein Konzept für die Vier-Gruppen-Kita. Jede Gruppe erhält ihr eigenes Haus mit einer Terrasse auf der Südseite. Untereinander sind die Häuschen, die die Firma Schöttler in Holzrahmenbauweise erstellen wird, durch einen Quergang verbunden. Das 4050 Quadratmeter große Grundstück, das die Stadt dem Träger im Erbbaurecht überlässt, soll viel Platz für jeden erdenklichen und barrierefreien Spielspaß bieten.

Am Mittwoch, als zum feierlichen Bau-Start der Regen herunterprasselte, hatten die Kinder die Zufahrt als Matsch-Ecke entdeckt.

Die Vier-Gruppen-Kita soll zum Jahreswechsel 2018/19 fertig sein. Die Ansicht stammt vom Architekturbüro Hetkamp.

Foto: Peter Berger

Im neuen Jahr, das ist klar, steht das neue Häuschen da“, sangen Jung und Alt.