Man möge mir den begeisterten, persönlichen Stil dieses Artikels nachsehen, aber über dieses November-Event unseres Kinderhauses kann ich nicht anders berichten, wenn ich meinen Eindrücken gerecht werden will: Dass bei den "Montis" einige Dinge anders laufen - manchmal einfacher und unkomplizierter, dadurch oft treffender, auch oft meines Eindrucks nach menschlich wärmer -, begeistert mich schon seit Längerem. Ebenso erfahren bei unserem diesjährigen Martinsumzug Anfang November: Wo andere Umzüge mit auf Pferden thronenden Martinsmännern in halben Ritterrüstungen und brokatähnlichen Mänteln aufwarten, kam unser Martin, ein gestandener Hüne von Mann, im Kinderhaus auf einem kleinen Steckenpferdchen anmarschiert. Und - spätestens hier war ich fix und fertig vor Begeisterung und gleichermaßen amüsiert - der mit dem armen, frierenden Bettler zu teilende Mantel bestand einfach aus zwei aneinandergekletteten roten Frotteehandtüchern! So einfach kann's gehen! Zu köstlich! Einfach erfrischend anders, wesentlicher und wahrscheinlich gerade deshalb charmanter, wenngleich es an absolut nichts gemangelt hat. Und in allererster Linie hat es unseren Kinderhaus-Kindern unglaublich gut gefallen!! Voller Stolz wurden die Laternen getragen, die sie zuvor in den Gruppen selbst gebastelt haben. Die Borkener Blaskapelle unterstützte unseren Gesang auf dem Umzugsweg wie bereits im Vorjahr wieder tatkräftig. Das Nachspielen der Martinslegende verfolgten Jung und Alt ganz gespannt und gemütlich vor kleinem Lagerfeuer. Im Garten des Kinderhauses gab es bei Hot Dogs, warmem Kakao und Kinderpunsch einen gemeinsamen Ausklang des gelungenen Fests. Abschließend trug jedes Kind einen dicken, frischen Stutenkerl mit nach Hause.

Dankeschön ans Orga-Team und alle Beteiligten für den tollen Abend! Das berührendste Kompliment kommt doch einfach immer wieder aus Kindermund: "Mama, können wir den Martinsumzug hier morgen nochmal machen?!"