Montessori Borken e.V. - Kinderhaus

Einblicke

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Veröffentlicht: 13.09.2013

Ein ganz besonderer Abschied sollte es werden. Dachten doch die Erzieherinnen bereits mit der Abschlussfeier die Schulkinder für den nächsten Abschnitt ihres Weges entlassen zu haben, überraschten diese das Kinderhaus am 2.9.2013. Die Kinderhaus-Kinder, Erzieher (im Bild vertreten durch Sarah Nischik und Isabell Theben), die neue Leitung Fabian Lind und seine Vertreterin Marion Resing bekamen bei einer feierlichen Übergabe eine Feuerschale für den Garten des Kinderhauses. So unvergessen wie die schöne Zeit im Montessori-Kinderhaus werden auch die neun Schulkinder Max, Jule, Jorin, Simon, Anna, Jakob, Taylor, Anton und Luc sein. Ihre Namen werden sich in Zukunft auch weiter im Kinderhaus finden, denn sie sind im Rand der Schale verewigt!

Was machen Kinder denn heute am Basteltisch?

... sie beschließen selbst Musik in einer Band zu machen und erfinden aus Papier abenteuerlich-phantasievolle Instrumente und geben damit ein Konzert.

Es ist eine alte Wahrheit, dass Musik verbindet. Die Kinder erleben, wie gemeinsames Musizieren    Freu(n)de macht-, die Lebensfreude und den Wert von Freundschaft wohltuend positiv sein kann.   Über die selbst gebastelten Instrumente erleben die Kinder nicht nur vielfältige Erfahrungen mit Geräuschen und Klängen, sondern dadurch lässt sich auch ihre Beziehung zur Musik intensivieren. Das Anfertigen hatte den Kindern so einen Spaß gemacht, dass sie immer mehr Instrumente fertigten und sogar experimentierten.

Vor lauter Freude gaben sie ein Konzert für die Erzieherinnen und auch im Kinderhausgarten wurde für alle die zuhören wollten weiter musiziert.

Wasser ist ein tolles Element, das viele Spiel-und Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Besonders auf unserem Montessori-Schulbauernhof finden sich die tollsten Möglichkeiten.

Das Sommerwetter spielt mit und wir waschen heute Schafwolle.

Für unsere nicht zu fettige Wolle haben wir eine einfache Methode:

Zuerst gut sortieren! Das heißt, alle stark verschmutzten Teile und alle verfilzten Stellen aussortieren; ebenso Kletten, Heu oder andere Fremdkörper. Danach beginnt Die "Woll-Lust" des Waschens.

  1. ein Gefäß mit Wasser füllen
  2. Wolle in das Gefäß geben, bis es bequem gefüllt ist (nicht stopfen)
  3. in die Sonne stellen und warten
  4. nun vorsichtig die Wolle waschen (nur drücken, nicht ziehen oder reiben)
  5. nach einiger Zeit Wasser abgießen (guter Dünger) und Prozedur mit frischem Wasser  so 

             oft wiederholen, bis die Wolle sauber aussieht, bzw. das Wasser klar bleibt

       6.  Wolle zum trocknen ausbreiten

Dabei lernten unsere Kinder das Material Wolle kennen. Wir gaben ihnen die Informationen; woher kommt die Wolle und was kann man damit machen? So erlebten sie Wolle mit allen Sinnen. Wichtig war uns auch die Gruppenarbeit, niemand arbeitete alleine. So verstanden sie Zusammenhänge z.B.: den Ablauf des Waschens, und nahmen die gegenseitige Abhängigkeit der Tätigkeiten war.

Belohnung für die "anstrengende" Arbeit gab es direkt vom Beet des Schulbauernhofgartens.                   

 

 

Lernen und Bildung ist nur dann möglich, wenn das Kind eine Beziehung zu sich selbst, zu anderen Personen und zu seiner Umwelt entwickelt.

Von besonderer Bedeutung während der gesamten Kindergartenzeit ist die ehrliche, vertrauensvolle und intensive Beziehung zwischen Kind und Pädagogin. Durch feinfühliges Verhalten der Erzieherinnen im Montessori-Kinderhaus gewinnen die Kinder immer mehr Vertrauen. Unser Ziel ist es, das die Kinder nicht nur Vertrauen zur jeweiligen Bezugspädagogin, sondern generell in alle Mitarbeiter des Kinderhauses haben. Das heißt, sie beginnen Vertrauen in die Abläufe, Rituale, die Kindergruppe und die anderen Pädagoginnen zu entwickeln.

Beim gemeinsamen Abschlussfest hatten die Kinder, Pädagoginnen und Eltern die Gelegenheit zu beweisen, dass sie bereit sind für den nächsten Schritt und gemeinsam alle Anforderungen bewältigen können, die das Abenteuer Schule manchmal stellt.

"Natürlich bewegt" (Naturerlebnis, Training Teamevent in Rhedebrücke) ermöglichte uns spannende Naturerfahrungen und bot ein Programm, in dem gegenseitiges Vertrauen das Fundament und Basis aller Aktivitäten war.

 

                                                        

 

 

 

 

Die grüne Gruppe hat Verstärkung bekommen. Mit der neuen Pädagogin Marion Resing kam auch Güroma zu uns in die Gruppe. Güroma hat uns aus Guatemala eine Ananas mitgebracht und er hat sich hier in unserem Borkener Montessori-Kinderhaus in Gürome verliebt. Gürome ist ein Mädchen aus Wollponpons, das die Kinder selbst hergestellt haben.

Am Kennlernnachmittag (neuer und "alter" Kinder mit ihren Eltern) wurde die Hochzeit der Beiden vorbereitet. Es wurde das Brautkleid genäht und die weiteren Feierlichkeiten geplant und besprochen.

Am 27.06.2013 war es dann endlich so weit. Güroma und Gürome haben sich im Diebesturm von Borken das JA-Wort gegeben.

Nach einem kurzen Urlaub sind die Beiden wieder im Kinderhaus zurück. Es wurde ihre Hochzeit mit Kindersekt und Hochzeitstorte gefeiert. Seither gehören Güroma und Gürome in die grüne Gruppe, wo sie mit den Kindern weitere spannende Abenteuer erleben können.