Einblicke

Hier können Sie einen Einblick in unsere Aktivitäten erhalten, können Berichte von Veranstaltungen rund um die Montessori-Kinderhaus lesen und Fotos betrachten.
Bitte beachten Sie auch den Menüpunkt Presse und Aktuelles in der Gesamtübersicht auf der Startseite von Montessori Borken e.V.

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Vorgänge in der Landwirtschaft liegen häufig nicht im Erfahrungsbereich
von Vorschulkindern.
So wissen viele Kinder nicht, wo die Lebensmittel eigentlich herkommen.
Das gilt besonders für die Kartoffel, die „versteckt“ unter der Erde wächst.

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Die Kinder des Montessori-Kinderhauses haben bei schönem Wetter den Grundstein für das Projekt „Erfassen, Erleben, Erschmecken“ in Form von Saatkartoffeln gelegt.

Unser Ziel ist es, die Kinder mit der Herkunft, Pflanzversuch und Pflege von Naturprodukten (z. B. der Kartoffel) bekannt zu machen.

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Die Kinder  haben diese auf dem Bauernhof gepflanzt und pflegen sie etwa 100 Tage bis zur hoffentlich reichen Ernte. Natürlich wird bei einem zünftigen Kartoffelfeuer auch die Kartoffel „erschmeckt“.

Kartoffeln lassen sich auch gut zu Hause pflanzen, zum Beispiel auf dem Fensterbrett.

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In den letzten Jahren haben sich Wissenschaftler mit der Wirkung von Musik auf die Entwicklung von Kindern auseinandergesetzt. Eine Langzeitstudie belegt, dass bei regelmäßigem Singen in vielen Bereichen wie Sozialverhalten, Intelligenz, Psychomotorik und Wahrnehmungsfähigkeit eine Steigerung der Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden kann.
Bei allen Kindern, aber auch und gerade bei Kindern, die über noch nicht so gute Sprachkenntnisse verfügen, ist der musikalisch-rhythmische Bereich ein Zugang zur Sprache, der Spaß macht. Sie entwickeln Freude am rhythmischen Sprechen und am spielerischen Umgang mit Sprache. Die musischen Elemente sprechen die Kinder emotional an und fördern das unbewusste Erlernen der Sprache. Durch diesen emotionalen und kognitiven Zugang wird die assoziative und gedächtnismäßige Verankerung in vielen Fällen wesentlich gefördert. Reime, Lieder, Tanzspiele, Mimik und Gestik sind Mittel für den Erwerb und die Anwendung der sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten.
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Obwohl wir nicht nur sporadisch sondern regelmäßig mit den Kindern singen und musikalisch-rhythmische Spiele machen haben wir uns entschlossen zusätzlich einen Kinderhauschor zu gründen.
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Bei Atem- und Summ-Übungen, rhythmischen Erfahrungen, Liedern, Sing- und Tanzspielen werden Singen und Sprechen mit Handlungen verbunden.  Die Kinder erfahren die Bedeutung von Wörtern über Augen, Ohren, Hände und Bewegung des Körpers, wenn sie singend aufeinander zugehen, sich anfassen oder etwas miteinander tun. Auch Kinder mit geringen Sprachkenntnissen beteiligen sich hier aktiv, da sie zumindest einen Teil der Bedeutung der Wörter den Situationen entnehmen können. Bei Kreis- und Singspielen sind es die Wiederholungen  von Textstellen, das gemeinsame Singen und Sprechen, Spieldialoge, der Einsatz akustischer Mittel, wie lautes und leises Sprechen, das Umsetzen in Bewegung, die zu einer Verbindung von Sprache und konkreten Erfahrungen führen und Kindern damit das Verstehen erleichtern.

Mit dem Chorsingen wollen wir folgendes verstärken:

  • Freude am Singen
  • Freude an der eigenen Stimme
  • Selbstbewusstsein fördern durch kleine Auftritte
  • Gemeinschaftsgefühl
  • Akustische Wahrnehmung und Differenzierung
  • Sprachförderung

Einmal wöchentlich trifft sich Judith Grömping  mit den Kinder ( vier aus jeder Gruppe) um Ihnen mit  liebevoller  Gitarrenbegleitung die Vielfalt und Freude an Musik, Gesang und Rhythmus  zu vermittelt.
Der Name des Chors ist "monte canto".

Wenn jemand nicht sprechen kann, muss das nicht bedeuten, dass er nichts zu sagen hat.

Rosemary Crossley


Kann ein Kind nicht oder nur unzureichend sprechen lernen, bietet man ihm Alternativen zur eigenen Lautsprache an, um trotzdem möglichst gut kommunizieren zu können. Und das ist wichtig, denn Kommunikation ist nicht nur ein Grundbedürfnis, von ihr hängt in hohem Masse ab, wie selbstbestimmt und sozial ein Leben verläuft. Manche Kinder lernen oftmals anders, brauchen besondere oder vielfältigere Reize, um etwas aufzunehmen. Diese Reize kann Unterstützte Kommunikation (UKM) bieten. Den Pädagoginnen des Montessori-Kinderhauses war es deshalb an ihrem aktuellen pädagogischen Konferenztag  erneut ein Anliegen, durch weitere Informationen Möglichkeiten zu erarbeiten, wie das Konzept der UKM den schlecht, wenig oder nicht sprechende Kindern und ihren Bezugspersonen so früh wie möglich zu erfolgreichen Kommunikationssituationen noch intensiver verhelfen kann. Dabei wird die Lautsprache keineswegs ausgeklammert, jedoch bei Bedarf durch Kommunikationshilfen-, techniken und –strategien ersetzt. Beim Einsatz von Kommunikationshilfen muss die Vorgehensweise immer wieder neu auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Kindes abgestimmt werden. Um herauszufinden, welche Fotos, Bilder und Worte für das Kind wichtig sind, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung. Fachliteratur oder der Austausch mit Beratungsstelle  sind ebenso eine wichtige Hilfe beim Entwickeln unserer Ideen. Die Möglichkeiten, Bedürfnisse zu äußern oder das Geschehen im Gruppenalltag zu beeinflussen, sind für Kinder ohne Lautsprache oft stark eingeschränkt. Manchmal entstehen in der Verständigung unmerklich Irritationen und Missverständnisse, die nicht aufgeklärt werden können. Allzu oft sind diese Kinder von unseren Entscheidungen abhängig. Umso wichtiger ist es, das Recht “nichtsprechender” Kinder auf eine aktive Teilnahme am Gruppenalltag konsequent zu berücksichtigen. Das gesamte Kollegium des Montessori-Kinderhauses hat und wird sich an Pädagogischen Tagen in Seminaren in UKM fortbilden und unterweisen lassen und in der Folgezeit Konzepte zum systematischen Aufbau erarbeiten.