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Neuigkeiten aus dem Unterricht

Schulleben

Klassentage statt Klassenfahrten

Alternativprogramm zu der Corona bedingt ausgefallenen Klassenfahrtswoche

Zur Tradition der Montessori-Gesamtschule gehören die jährlichen Klassenfahrten zu Beginn jeden neuen Schuljahres. Alle Klassen sind an der Planung beteiligt und bei der inhaltlichen Ausgestaltung wird Wert daraufgelegt, dass alle Schüler*innen an den vielfältigen Aktivitäten und Programmpunkten teilnehmen können.

In der Woche vom 7. bis 11. September 2020 wären eigentlich alle Klassen auf Klassenfahrt gewesen, aber Corona bedingt mussten die Fahrten abgesagt werden. Um die ausgefallende Fahrtenwoche und die somit fehlende Zeit der Klassen für das wichtige gemeinsame Miteinander jenseits von Unterricht und Schule kompensieren zu können, wurde von der Schulpflegschaft beschlossen, mehrere Tagesausflüge und Tagesaktionen durchzuführen. Am 10. September 2020 fand bei strahlendem Sonnenschein der erste Klassentag statt.

Klasse 5: Sie erlebte gleich zwei schöne Klassentage, bei denen das gemeinsame Kennenlernen im Vordergrund stand. Am ersten Tag genossen alle einen Tag an der Schule. Gebäude und Gelände wurden bei einer Rallye erkun­det und kreative Bilderrahmen für die Klasse gestaltet. Den Hunger stillten sie mit köstlichem, selbstzubereitetem Essen. Zudem wurde viel gemeinsam ge­spielt.

Den zweiten Tag verbrachte die Klasse im Sternbusch, einem nahe der Schule gelegenen Wald. Bei den verschiedensten Aufgaben war Teamgeist gefragt. So mussten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise einen Zahlencode knacken und gemeinsam einen Graben überwinden.

Klasse 6: Ganz im Zeichen sportlicher Betätigung stand der Tagesausflug der Klasse 6. Mit Fahrrädern fuhr sie auf einer 37 Kilometer lan­gen Strecke über Burlo zu einem Ziegenhof nahe Winterswijk bis zum Pröbstingsee. Dort ging es hoch hinaus in die Baumwipfel des Kletterwaldes. Zur Feier des Tages spendierte eine Klassenlehrerin für alle Würst­chen und Eltern steuerten leckeres Fingerfood zum gemütlichen Beisammensein im Freien bei.

Klasse 7: Diese Klasse hatte sich für einen Ausflug nach Münster entschieden. Zunächst startete dort der Tag mit einem son­nigen Frühstück im Garten einer ihrer Klassenlehrerinnen. Anschließend wurde zum Zoo gewandert und dort die vielfältige Tierwelt bestaunt.

Klasse 8: Die Klasse 8 radelte über Umwege (damit die Strecke etwas länger wurde) zum Freibad in Ramsdorf. Bis auf wenige Ausnahmen spran­gen die Jugendlichen bei angenehmen Tempe­raturen ins kühle Nass. Zum Ausklang gab es noch ein leckeres Eis.

Klasse 9: Nach einer unterhaltsamen Zugfahrt und kurzen Frühstückspause mit Blick auf den Dom wurde dieser besichtigt. Die Orgeln und die bunten Fenster fanden die Ausflügler besonders beeindru­ckend. Anschließend wurde auch der Turm mit Mund-Nasen-Schutz bestiegen, was bei den hohen Temperaturen eine echte Herausforde­rung war! Am Ende des Aufenthaltes in Köln genossen die Ausflügler ein Eis an der Rheinuferpromenade. 

Klasse 10: Die Ältesten machten sich morgens mit der Bahn Richtung Ober­hausen auf den Weg. Ziel war ein Trampolinpark. Da die Klasse die komplette Halle für sich hatte, konnte nach Herzenslust und auf Abstand gesprungen werden. Über 100 verschiedene Trampoline standen der Gruppe zur Verfü­gung: Halfpipe, Long Jump, Wall Run und Big Airbag, um nur einige Trampolinattraktionen zu nennen. Die beiden Klassenlehrer*innen standen teilweise staunend an den Trampolinen und waren begeistert, mit welcher Ausdauer, Akrobatik und Sprungkraft ihre 10er spran­gen.   

Rock ‘n Roll-Break zum Abschied

Klasse 5  trommelte ein Halbjahr lang

Unter Leitung der Percussions Lehrer Rainer Kuschel und Wilm Flinks der Borkener Musikschule hatten die Schüler*innen der Klasse 5 ein Halbjahr lang Trommeln auf dem Stundenplan stehen. Jeden Dienstag versammelten sich die Kinder für eine Stunde in der Aula und lernten auf Congas zunächst verschiedenste Schläge, ehe sie sich schnell an kompliziertere Rhythmen heranwagten. Dabei galt es nicht nur die Schlagtechnik und den Rhythmus zu halten. Das gemeinsame Spiel und das aufeinander Hören waren ein wichtiger Aspekt dieses speziellen Musikunterrichts, den es in dieser Form der Kooperation mit der Musikschule nun schon seit ein paar Jahren an der Montessori-Gesamtschule gibt. Während die Schüler*innen den Erklärungen von Wilm Flinks folgten, spielte Rainer Kuschel die Schläge vor und umgekehrt. Dabei zeigten einige Schüler*innen großes Talent und konnten durch ihr sicheres Spiel schwächere Mitschüler*innen mitziehen und helfen. Am Ende des Halbjahres folgte der Höhepunkt, der Rock ‘n Roll-Break, welcher mit den bis dato gelernten Breaks kombiniert wurde.

Bereits auf der Adventsfeier der Schule am letzten Schultag des Jahres 2019 hatten die Schüler*innen ihr Können der Schulöffentlichkeit gezeigt. „Das war schon beeindruckend zu sehen, was die Schüler*innen in den wenigen Monaten seit Schuljahresbeginn gelernt haben“, äußerte sich damals Schulleiter Gregor Knors.

Im kommenden Schuljahr geht’s weiter, dann heißt es wieder „Pidipidi bumm, pi-di bumm“ und die 5er lassen die Trommelrhythmen durchs Schulgebäude schallen.

Sehbeeinträchtigung verstehen und erleben 

Klasse 5 führte im Schuljahr 2019/2020 ein Projekt zum Thema ‘Sehen’ durch 

Ralph Posingies, Lehrer der Iris-Schule (Förderschule Sehen) aus Münster unterstützt drei sehbehinderte  Schüler*innen und die Lehrer*innen der Montessori-Gesamtschule Borken für einige Stunden im Schulalltag und informierte in einem vierstündigen Projekt die Klasse 5 zu Sehbeeinträchtigungen. Die Schüler*innen erfuhren dabei, wie das Auge und das Sehen funktioniert und erlebten, wie sich wohl das Sehen für die drei sehbehinderten Mitschüler*innen ihrer Schule anfühlt.  

Mit Hilfe eines Stationen Laufes und Simulationsbrillen erlebten die Fünftklässler unter anderem, wie es sich anfühlt, wenn man nur noch wenig oder nichts mehr sieht. Die meisten waren sehr überrascht am eigenen Leib zu erfahren wie schwierig es ist, sich mit geringer Sehfähigkeit zurecht zu finden. Auf einmal fängt man einen Ball nicht mehr, kann den Tafelanschrieb nicht mehr entziffern, erkennt Gesichter nur schemenhaft oder kann nicht mehr geradeaus sehen, was den Alltag sehbehinderter Menschen deutlich erschwert.  

Weltweit gibt es 36 Millionen blinde und 217 Millionen sehbehinderte Menschen.  Die allermeisten davon leben in den sogenannten Entwicklungsländern. Bei uns in Deutschland werden alle Menschen mit Sehbehinderungen unterstützt. Die Sehhilfen und Lesehilfen sind jedoch zum Teil so teuer, dass sich Krankenkassen oft weigern, qualitativ hochwertige und somit teure Geräte zu finanzieren. Ein Umstand, den auch die Schüler*innen der Montessori-Gesamtschule schon bei ihren Lesegeräten erlebten. 

Beim abschließenden Austausch über das Projekt bemerkte ein Schüler „Das war total doof, dass ich dreimal den Ball nicht gefangen habe, da hatte ich keine Lust mehr mitzumachen!“ Er hatte ein kleines bisschen gespürt, was es heißen muss, etwas nicht zu können. „Da verlässt einen schnell der Mut und die Motivation“, so Ralph Posingies. Er appellierte daher auch an die Kinder, etwas mehr Geduld beim gemeinsamen Lernen und Spielen mit ihren sehbehinderten Mitschüler*innen zu haben. „Nur wenn ihr alle miteinander lernt und jeden mit seinen Behinderungen und Förderbedarfen seht und wahrnehmt, kann das Miteinander auch für euch alle gewinnbringend sein und das Lernen Spaß machen“, resümierte Bianca Tarulli, eine der Klassenlehrerinnen, am Ende das Projekt.

‚Alienbesuch‘

Das Theaterstück der Klasse 6

“Ene, mene, muh und raus bist du!” – mit diesem Spruch fing das Theaterprojekt der Klasse 6 im Rahmen des Deutschunterrichtes im Januar des Schuljahres 2018/2019 an. Die Schüler*innen entwickelten dabei zunächst eine Idee, wo das Stück spielen und anschließend, worum es gehen sollte. Schnell war klar, dass ein Alien namens Oxampus seine Lieblingsfilzsocke suchen sollte. In den Deutschstunden, mittels der Deutsch-Wochenpläne und Hausaufgaben entstand eine Geschichte, die von Bianca Tarulli als Deutschlehrerin und Theaterpädagogin begleitet und sprachlich in Form gegossen wurde. Zudem galt es, das Theaterspielen zu lernen. 

Am 4. April 2019 war es dann soweit, ein Alien namens Oxampus suchte mit seinen Freunden eine verschollene Filzsocke. Zunächst suchte er in der Wohneinheit seiner Familie, später auf dem Planeten Lochos Sockos und zu guter Letzt auf der Erde. Fündig wurden die jungen Schauspieler*innen der Klasse 6 schließlich in der Kanalisation unter der Montessori-Gesamtschule. Die Filzsocke war zu diesem Zeitpunkt zwar schon von einem Maulratt (einer Kreuzung von Maulwurf und Ratte) verspeist, aber der Freude, die Socke endlich gefunden zu haben, tat das keinen Abbruch. 

Nicht enden wollender Beifall von über 100 Zuschauer*innen belohnte die Schüler*innen am Ende einer Unterrichtseinheit, bei der so ganz nebenbei das Schreiben von Texten und betonte Lesen mehr als intensiv geübt wurde!

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Diese befindet sich in Teilen noch im Aufbau. Daher finden sich momentan noch einige Platzhalter.

Danke für Ihr Verständnis!