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Schulhund in der Grundschule

Schulhund in der Grundschule

Die Montessori-Grundschule hat einen neuen Kollegen, zwar ohne Lehrer-Staatsexamen,
dafür aber mit Kuschelfaktor. Schulhund „Popcorn“ ist für die Schülerinnen und Schüler
inzwischen zum wichtigen Begleiter geworden. Da die Klassenfahrt aufgrund der Corona-
Pandemie ausfallen musste, konnten sich die Kinder des ersten und zweiten Schuljahres jetzt
alternativ im Rahmen eines Projektes mit dem Thema „Hunde – Unser Schulhund Popcorn“
auseinandersetzen.
In der Unterrichtsreihe bastelten die Jungen und Mädchen ein Lapbook mit vielen
Informationen über Hunde. Außerdem gestalteten und präsentierten sie anhand eines
Plakats ihre Lieblingshunderasse oder ihren Lieblingshund.
In allen vier Lerngruppen stand ein Schulhund-Besuch auf dem Programm. Die Kinder
konnten in einer Begrüßungsrunde mit Popcorn die Kommandos „Sitz!“ oder „Platz!“ üben
und ihn anschließend natürlich mit einem Leckerli belohnen. „Die Schüler treten auf diese
Weise direkt mit Popcorn in Interaktion. Dabei lernen sie auf seine Reaktionen zu achten. Sie
erfahren Selbstwirksamkeit, die sich positiv auf ihr Selbstbewusstsein auswirkt. Dies ist
besonders für ruhige und zurückhaltende Kinder eine tolle Erfahrung“, erklärt Catrin
Fiebranz, die als Lehrerin mit Popcorn die Ausbildung zum Schulhund absolviert hat.
Diese Ausbildung fand im Zentrum für Mensch und Tier „Landleben“ in Wettringen statt.
Hier lernte das Team intensiv die Theorie zur Tiergestützten Pädagogik und die Förderung
von Kindern und Jugendlichen kennen. Zudem absolvierte Catrin Fiebranz beim
Kreisveterinäramt einen „D.O.Q-Test-Schulhund“ und erhielt die Erlaubnis zum
gewerbsmäßigen Halten eines Hundes und dessen Einsatz als Pädagogikbegleithund.
Am meisten Freude bereitete den Schülerinnen und Schülern, sich eigene Spiele für Popcorn
auszudenken. „Wir haben Leckerlis in einer Toilettenpapierrolle versteckt“, berichtet Miguel
stolz und ergänzt „natürlich hat Popcorn mit seiner feinen Nase die Leckerlis schnell
gefunden, ausgepackt und aufgefressen.“ In der Vorbereitung für den Hundebesuch lernten
die Kinder einige Regeln kennen, die im Umgang mit einem Hund wichtig sind. Voller
Tatendrang fegten die Kinder den Klassenraum, damit nichts mehr auf dem Fußboden lag,
das Popcorn auffressen könnte. „Wir müssen darauf achten, dass wir leise sind und uns in
der Klasse langsam bewegen, damit Popcorn sich wohlfühlt“, erzählt Mathilda, die selbst
auch einen Hund besitzt.
„Verschiedene Studien haben gezeigt, dass ein Schulhund die Lernatmosphäre deutlich
verbessern kann. Die Schülerinnen und Schüler verhalten sich rücksichtsvoller, sind weniger
laut und übernehmen Verantwortung für den Schulhund. Wir können Popcorn in den
verschiedensten schulischen Situationen einsetzen. So prägen sich Präpositionen zum
Beispiel einfach besser ein, wenn Popcorn zeigt, was ‚unter‘, ‚neben‘ oder
‚auf dem Stuhl‘ bedeutet,“ erklärt Catrin Fiebranz, die als Sonderpädagogin auch
Unterrichtsangebote für Kinder mit besonderem Förderbedarf plant.
„Wir freuen uns sehr, dass Popcorn unser Schulleben in besonderer Weise bereichert.
Popcorn geht auf alle Menschen gleich zu und verkörpert daher gewissermaßen das Prinzip
der Inklusion“, erklärt Sandra Gießing, Schulleiterin der Grundschule, in der Kinder mit und
ohne Förderbedarf bereits seit vielen Jahren gemeinsam lernen. Auf viele spannende
Unterrichtsstunden und Projekte mit Popcorn können sich die Kinder und Lehrkräfte in
Zukunft freuen.

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