An der Aa 19-21 46325 Borken

Herausforderungen bei der Eingewöhnung

Die Eingewöhnung des Kindes ins Kinderhaus ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Auf das Kind warten viele neue Eindrücke und Anforderungen, die es zu bewältigen gibt. Um diese Aufgabe zu meistern, brauchen Eltern und Kind in den ersten Tagen und Wochen eine einfühlsame und fachlich kompetente Begleitung durch eine_n Erzieher_in.

Eine gute Eingewöhnung ist unerlässlich für einen positiven Verlauf der Kinderhauszeit. Die Eltern und das Kind müssen sich wohlfühlen, nur so ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher_innen möglich und nur so kann sich das Kind nach seinem „inneren Bauplan“ entwickeln.

Diese Anforderungen hat das Kind zu meistern:

–       Es muss Vertrauen zu einer neuen Bezugsperson fassen.

–       Es muss seine Verlustängste bewältigen.

–       Es muss sich in Stresssituationen Rückhalt bei neuen Bezugspersonen suchen.

–       Es muss sich auf neue Kinder einlassen und neue Kontakte knüpfen.

–       Es muss sich an eine neue Umgebung gewöhnen, die eine Vielzahl neuer Reize und Anforderungen stellen.

–       Es muss sich, durch den Wechsel zwischen Zuhause und Kinderhaus, verschiedenen Bezugspersonen anpassen.

Aber auch für die Eltern ist die Eingewöhnung eine Herausforderung:

–       Sie müssen sich, meist zum ersten Mal, für längere Zeit von ihrem Kind trennen und sind daher emotional sehr angespannt.

–       Sie müssen sich auf die neuen Bezugspersonen für ihr Kind einlassen.

–       Die ersten Tage der Eingewöhnung entscheiden darüber, ob die Eltern zweifeln, sich wohlfühlen oder über die neuen Möglichkeiten für ihr Kind freuen.

–       Sie müssen den Ablöseprozess ihres Kindes zulassen und begleiten.

Auch die pädagogische Fachkraft muss sich auf jede Eingewöhnung neu einstellen und dabei:

–       einen positiven und partnerschaftlichen Kontakt zu den Eltern aufbauen,

–       die Eingewöhnung durch Gespräche über die emotionalen Befindlichkeiten der Eltern und des Kindes begleiten,

–       die emotionalen Bedürfnisse des Kindes wahrnehmen und aufgreifen, um so die Basis für eine vertrauensvolle Beziehung zu schaffen,

–       dem Kind die nötige Zeit geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen.